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Wohnungsbauförderung: Alle im Boot

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Seit ihrer Gründung hat SWS GmbH über 200 Sozialwohneinheiten im Kreis geschaffen. Zwei Nachzüglergesellschafter sind jetzt noch beigetreten.

Kreis Gießen (red). Die Städte Pohlheim und Allendorf/Lda. sind der SWS GmbH (Sozialer Wohnungsbau und Strukturförderung im Landkreis Gießen) beigetreten - damit gehören der Gesellschaft nun alle 17 Kreiskommunen mit Ausnahme der Stadt Gießen an.

Die Bürgermeister Andreas Ruck (Pohlheim) und Thomas Benz (Allendorf/Lda.) unterzeichneten in der Gesellschafterversammlung den Beitritt zur SWS, der im Anschluss notariell beurkundet wurde. Das teilt der Kreis mit.

»Damit steht die SWS als interkommunaler Zusammenschluss von Städten, Gemeinden und Landkreis auf einem breiten Fundament«, sagt Landrätin Anita Schneider. »Es ist schön, dass nun alle Kreiskommunen einen gemeinsamen Ansatz verfolgen, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und auf diesem Feld Austausch und Synergien erzielen.«

Mithilfe der SWS seien seit ihrer Gründung mehr als 200 Wohneinheiten im Landkreis entstanden. Wohneinheiten ist der Oberbegriff für Wohnungen und Häuser. Weitere sind derzeit in Planung. Die Gesellschafterversammlung empfahl dem Kreisausschuss jetzt die Förderung eines Projekt des sozialen Mietwohnungsbaus in Lollar; außerdem drei Bauvorhaben in Biebertal, Staufenberg und Rabenau, die mithilfe der Richtlinie zur Revitalisierung der Ortskerne umgesetzt werden sollen.

Projekt in Lollar in Planung

So plant die Baugenossenschaft Lollar und Lumdatal die energetische Sanierung und Aufstockung eines 1959 errichteten Wohngebäudes in der Bergstraße in Lollar mit derzeit zwölf Wohnungen. Wenn es fertig ist, wird das Gebäude über 16 Zwei- und Einzimmerwohnungen verfügen, die ebenerdig zu erreichen sind. »Die preiswerten kleinen Wohnungen in zentraler Ortslage sind vor allem unter älteren Menschen mit geringem Einkommen gefragt«, weiß Jens Köhler, Geschäftsführer der SWS. Das bestehende Gebäude soll neben der energetischen Sanierung auch mit neuen Balkonen und einem behindertengerechten Aufzug ausgestattet werden. »Die Richtlinie zur Förderung des sozialen Mietwohnungsbaus im Landkreis Gießen trägt somit nicht nur zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum bei - sie hilft gleichzeitig auch, bestehende Barrieren zu reduzieren.«

Die SWS GmbH wurde am 3. Juli 2017 gegründet. Zu den Gründungskommunen zählten Buseck, Fernwald, Grünberg, Heuchelheim, Langgöns, Lich, Linden, Rabenau und Wettenberg. Bis 2019 kamen Hungen, Staufenberg, Biebertal, Reiskirchen, Laubach und Lollar hinzu, zuletzt nun Allendorf/Lda. und Pohlheim. Gießen deckt die Versorgung mit Sozialwohnungen über die städtische Wohnbau GmbH ab. Wohnbau und SWS arbeiten ergänzend eng zusammen. Das Land Hessen hat für die vom Landkreis Gießen angestoßene interkommunale Zusammenarbeit in der SWS Zuschüsse gewährt. Für den Förderzeitraum bis 2023 (insgesamt fünf Jahre) stehen insgesamt 100 000 Euro zur Verfügung. Der Landkreis wird nach einem Gesellschafterbeschluss diese Mittel verwalten.

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