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Ziel: Mehr Barrieren abbauen

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Landrätin Anita Schneider hat gemeinsam mit Ursula Häuser und Alexander Walter von der Landesarbeitsgemeinschaft Hessen Selbsthilfe, Manuel Wolf (vhs Waldeck-Frankenberg), Dr. Christiane Ehses (Hessischer Volkshochschulverband), Alexander Wicker (Bildungspartner Main-Kinzig), Heike Mailänder (vhs Stadt Wiesbaden), Dr. Arijana Neumann, Dr. Barbara Dietsche (vhs Frankfurt) und Eric Mootz (v.l., vhs Landkreis Gießen) die weitere Zusammenarbeit besiegelt. Foto: Landkreis Gießen © Landkreis Gießen

Kreis Gießen (red). Unter welchen Umständen kann ein blinder Mensch an einem Yoga-Kurs teilnehmen? Wie kann ein Mensch mit einer Hörschädigung eine Fremdsprache erlernen? Wie kann eine Webseite barrierefrei zugänglich sein? Die Zusammenarbeit der Kreisvolkshochschule (KVHS) und weiterer Partner soll auch künftig Antworten auf diese und ähnliche Fragen liefern.

»Bildung möglichst ohne Barrieren« - das ist das Ziel, das sich die Volkshochschulen der Landkreise Gießen, Main-Kinzig und Waldeck-Frankenberg sowie der Städte Wiesbaden und Frankfurt, der Hessische Volkshochschulverband und die Landesarbeitsgemeinschaft Hessen Selbsthilfe erneut gesteckt haben.

Die Kooperation wurde laut einer Pressemitteilung mit einer Zielvereinbarung besiegelt. Sie sieht vor, dass die Partner gemeinsam neue Angebote entwickeln, um Bildung für alle Menschen gleichermaßen zu bieten.

»Wir nehmen die Herausforderungen einer inklusiven Gesellschaft sehr ernst und möchten allen Menschen unabhängig von Herkunft, Religion oder Behinderung die gleichen Chancen in allen Bereichen des Lebens bieten«, sagt Landrätin Anita Schneider (SPD). »Lebensbegleitende Bildung ist ein Eckpfeiler für ein selbstbestimmtes Leben und gesellschaftliche Teilhabe. Hier müssen wir künftig noch mehr Barrieren abbauen.«

Davon ist auch Torsten Denker, Leiter der KVHS, überzeugt: »Um Bildungszugänge für alle Menschen zu eröffnen, müssen wir neue pädagogische und infrastrukturelle Wege finden, um alle Hindernisse im Bereich der Teilhabe aus dem Weg zu räumen.«

Die Zielvereinbarung ist die dritte Erweiterung einer erstmals 2015 geschlossen Zusammenarbeit zwischen der Landesarbeitsgemeinschaft Hessen Selbsthilfe, dem Hessischen Volkshochschulverband und der KVHS, der sich weitere Volkshochschulen angeschlossen hatten.

Die Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft Hessen Selbsthilfe, Ursula Häuser, begrüßt die Kooperation als wichtigen Schritt für einen leichteren Zugang zu den Bildungsangeboten der Volkshochschulen.

Wie wichtig dabei die Begleitung durch die Landesarbeitsgemeinschaft ist, bekräftigt Eric Mootz, der bei der KVHS für inklusive Bildungsangebote zuständig ist: »Als Dachorganisation von 36 Selbsthilfeverbänden behinderter und chronisch kranker Menschen sowie ihrer Angehörigen bietet sie uns die Möglichkeit, mit Betroffenen ins Gespräch zu kommen. Aus den Rückmeldungen können wir am Bedarf orientierte Bildungs- und Lernangebote entwickeln.«

Mehr Infos zu den inklusiven Bildungsangeboten der KVHS erteilt Eric Mootz per E-Mail an eric.mootz@lkgi.de oder mittwochs von 10 bis 12 Uhr unter 0641/9390-5702.

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