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Zwei Konzerte statt Golden Oldies

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Alexander Bath, Christoph Ludwig, Marc Nees und Michael Stein (v.l.) freuen sich, dass sie mit »Just Concert« eine kleine aber feine Alternative zum Golden-Oldies-Festival anbieten können, das auch in diesem Jahr der Pandemie zum Opfer fällt. © Berghöfer

Die beliebte Großveranstaltung Golden Oldies fällt zum dritten Mal der Corona-Pandemie zum Opfer. Diese Entscheidung ist den Verantwortlichen nicht schwer gefallen, aber sie haben sich zwei kleine aber feine »Trostpflaster« einfallen lassen.

Kreis Gießen. Beginnen wir mit dem Positiven. Nach einjähriger Abstinenz kommen Freunde klassischer Rockmusik von den Fifties bis zu den Siebzigern in Wettenberg auf ihre Kosten. »Just Concert«, das sind acht Bands auf zwei Bühnen an zwei Tagen und dazu ein kostenloses Kinderprogramm kündigte Wettenbergs Bürgermeister Marc Nees am Freitag in einer Pressekonferenz an.

Am Freitag, 29. Juli 2022, gibt Markus ab 19.30 Uhr auf der Hauptbühne in der Turnhallenstraße Gas und will Spaß wie weiland 1982, gefolgt um 22 Uhr von der Stones-Coverband »Glitter Twins«.

Die Pettycoats wirbeln kann man zur gleichen Zeit auf Tanzfläche vor der Bühne Sorguesplatz, wo die Rockabilly-Combos »The Heads« und »The Silverballs« einheizen werden. Am Samstag geht es zur gleichen Zeit auf der Hauptbühne mit »Sinfonie« und »Saturday Night Tube Club« weiter, während auf dem Sorguesplatz »Krüger rockt« und »Bobbin B« für Stimmung sorgen. An diesem 30. Juli gibt es zudem und zuvor auf dem Sorguesplatz zwischen elf und 16 Uhr ein kostenloses Kinderprogramm, mit Clowns, Gauklern und Kinderliedermachern.

Tickets für 22,50 Euro pro Abend und 38,50 im Kombi-Pack gibt es ab nächster Woche auf allen einschlägigen Online-Plattformen. Sollten dort nicht alle 6000 Tickets für die beiden Tage an den Mensch gebracht worden sein, kann man sein Glück auch noch an der Abendkasse versuchen. Soweit so gut.

Aber die »Golden Oldies«, die vor Corona alljährlich zehnmal so viele Besucher anlockten, die fallen in diesem Jahr und damit zum dritten Mal in Folge ins Wasser. Man merkte Nees, Michael Stein vom Konzert-Veranstalter »Palast Promotion«, und den beiden Fachbereichsleitern der Gemeinde Christoph Ludwig und Alexander Bath, die sich gestern das Podium teilten, an, dass ihnen diese Entscheidung alles andere als leicht gefallen ist. »Es fällt schwer, über diese kleinere Variante zu reden«, räumte Nees ein. Letztlich sei man aber froh, dass überhaupt etwas stattfinden kann, sagte Stein, Man habe das Thema »Golden Oldies 2022« ergebnisoffen und lange in einer großen Runde diskutiert, bevor man sich auf eine »kleine aber feine« Alternative verständigt habe. ergänzte Nees

Alexander Bath wies auf die lange Vorlaufzeit hin, die eine Großveranstaltung wie die Golden Oldies benötigt. »Nach dem Festival ist eigentlich vor dem Festival«. Spätestens im Oktober beginne man mit den Vorbereitungen. Als die Hessische Landesregierung schließlich erst am 2. April und nicht wie ursprünglich geplant am 20. März die Corona-Auflagen weitgehend gelockert hatte, sei eine vernünftige Planung kaum mehr möglich gewesen. Zudem sei die Stimmung im Dorf wie überall im Land gespalten. »Wenn man sich im Edeka umhört, sind die einen enttäuscht, und die anderen haben Angst vor einem Corona-Ausbruch« Egal welche Entscheidung man trifft, sie die für viele Menschen die falsche, klagte Bath.

Letztlich seien die »Golden Oldies« auch keine private Veranstaltung, sondern würden von der Gemeinde organisiert, meinte Nees, und darum sei man auch dem Bürger verantwortlich. Bei vielen von diesen sei die Furcht groß, das nach einem möglichen Corona-Ausbruch Wettenberg künftig in einem Atemzug mit Heinsberg oder Ischgl genannt werde.

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