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15 Chöre mit 380 Sängern

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Die »Donkeys« aus Dornholzhausen. © Schmidt

Hohes Niveau beim Bundeswertungssingen des Sängerbundes Hüttenberg-Schiffenberg. im Bürgerhaus Cleeberg.

Langgöns (ger). Nach zwei Jahren Zwangspause endlich wieder ein Bundeswertungssingen des Sängerbundes Hüttenberg-Schiffenberg.

Entsprechend erleichtert zeigte sich der Sängerbund-Vorsitzende Klaus Kummer mit den Chören am Samstag im Bürgerhaus Cleeberg. Das freute zudem die Ausrichter vom MGV Liederkranz Cleeberg um Vorsitzenden Benjamin Schmidt, der in diesem Jahr seinen 100. Vereinsgeburtstag begeht und alles bestens für die Chorgäste vorbereitet hatte.

Bis dahin war es ein langer Weg in Jahren der Pandemie mit ihren Lockdowns, die den Chören zu schaffen gemacht hatte. Proben fanden eingeschränkt, online oder gar nicht statt und erst seit wenigen Wochen sind wieder Präsenzproben uneingeschränkt möglich. 15 Chöre mit rund 380 Sängerinnen und Sängern waren trotz all der äußeren Hürden gekommen, um jeweils zwei einstudierte Stücke ihres Repertoires von einem fachkundigen Chor-Experten unter die Lupe, besser die Ohren, nehmen zu lassen. Einen Wechsel gab es dabei in der Wertung, denn der eigentlich angekündigte Martin Winkler konnte aufgrund Quarantäne kurzfristig nicht teilnehmen. Dafür war der bekannte Dirigent, Chorleiter, Dozent und Musikdirektor Gerd Zellmann aus dem Main-Kinzig-Kreis als Wertungsrichter angereist. Im Rahmen des Bundeswertungssingens wurden zudem zahlreiche Ehrungen wieder persönlich durchgeführt.

Viel Experten-Lob

Eröffnet hatte den Reigen der Chöre, der von Tobias Kramer moderiert wurde, der ambitionierte Männerchor vom gastgebenden Liederkranz Cleeberg unter Leitung von Matthias Schmidt mit dem modernen Arrangement von »Die Gedanken sind frei«. Das Lied passte in die Zeit und gefiel, wie auch »Es klappert die Mühle« ebenfalls im Satz von Alwin M. Schronen.

Gut rausgekommen aus der Pandemie, seien die Chöre resümierte Gerd Zellmann über die Qualität der gehörten Chordarbietungen im Verlauf des Samstags. Die Motivation sei dabei wichtig. »Kleine Sachen«, wie für eine bessere Dynamik, Intonation, Rhythmus oder Artikulation hatte er als Tipps für Chöre und deren Chorleiter parat. Ansonsten gab es viel Lob für die Vorträge, denn dem Experten war die zurückliegende Situation aus seiner eigenen musikalischen Arbeit bestens bekannt. Normalerweise dienen die Wertungssingen als Vorbereitung für die Wettbewerbe, aber in welchem Rahmen und ob diese stattfinden werden, sei die Frage, so Zellmann. Altbekannte Strukturen würden sich zudem sichtbar verändern. Chorleiter würden zudem fehlen. Insbesondere die jungen Leute wollen singen, beobachtet er deren Qualität und ist guter Hoffnung. Eine Premiere eines gestandenen Männerchores konnte er zudem am Nachmittag erleben, denn es trat erstmals der neu gebildete Watzenborner Männerchor mit seinen nahezu 50 Stimmen der Chorgemeinschaft der Gesangvereine Harmonie und Sängerkranz aus der »Singenden Stadt« Pohlheim auf. »Toller Sound!«, sein Resümee zu den gehörten Volksliedern »Unter der Linde« und »Von der Traube in die Tonne«.

Langer Tag

An diesem Samstag traten neben den beiden genannten Chören die kleinen und großen Spatzen der Germania Großen-Linden (Leiterin Lora Raatz), die Modern Voices der Germania Watzenborn-Steinberg (Andreas Stein), der gemischte Chor der Victoria Garbenteich (Wolfgang Wels), der Männer- und Frauenchor der Liederblüte Garbenteich (Philipp Langstroff), der gemischte Chor des Liederkranzes und die Donkey’s (Dieter Schäfer), der Frauenchor Vocalis Waldsolms (Sabine Hadzik), der Männerchor Vocale Sängerkranz (Peter Schmitt), der Frohsinn Hüttenberg und Eintracht Hüttenberg (beide Jochen Stankewitz) sowie am Ende eines langen Chortages in Cleeberg die Sangesfreunde Kleebachtal (Erich Reusch) auf.

Bei den Ehrungen wurden folgende aktive Sänger - teilweise in Abwesenheit - gewürdigt. Die Friedrich-Knoche-Gedächtnismedaille für herausragende Leistung um das Chorsingen wurde an Alfred Braun (Liederkranz Dornholzhausen), Werner Lauber, Wilfried Herrlich und Gerhard Krämer (alle Germania Langgöns) verliehen.

Für 75 Jahre aktive Sängertätigkeit wurden Werner Häuser (Jugendfreund Watzenborn-Steinberg) und Reinhold Stumpf (Frohsinn Garbenteich) geehrt, genauso wie Klaus Reuschling (Harmonie Watzenborn-Steinberg) und Herbert Beppler (Eintracht Hüttenberg) für 70 Jahre.

65 Jahre aktiv sind Alfred Braun (Liederkranz Dornholzhausen), Werner Lauber, Wilfried Herrlich und Gerhard Krämer (alle Germania Langgöns).

Würdigung

Karl-Dieter Häuser (Germania Watzenborn-Steinberg) und Klaus-Jürgen Hankel sind 60 Jahre aktive Sänger.

Gewürdigt wurden weiterhin für 50 Jahre Inge Jung, Elke Schaaf, Evmarie und Loni Schieferstein, Annemarie Wenzel, Inge Hankel, Waltraud Fuchs (alle Liederkranz Dornholzhausen), Reiner Leib (Sängerkranz Watzenborn-Steinberg, Hartmut Schmidt und Peter Diebel (beide Liederkranz Cleeberg), Edwin Boos (Frohsinn Garbenteich), Karlheinz Moos und Jürgen Schäfer (beide Liederkranz Leihgestern), Karl-Ludwig Hahn (Eintracht Hüttenberg).

Für 40 Jahre aktives Chorsingen wurden Anja Stroh (Liederkranz Dornholzhausen), Wilfried Jung (Frohsinn Hüttenberg), Thomas Volkmann (Arion Kleinlinden), sowie Heinz Gerten, Bernd Lares, Gerold Weber und Markus Schwarz (alle Eintracht Hüttenberg) geehrt.

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Die Männer des »Vocale Sängerkranz« aus Watzenborn-Steinberg. © Schmidt
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Seit vielen Jahrzehnten erklingen die Stimmen der Geehrten in den Chören. © Schmidt

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