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225 000 Kilowattstunden jährlich

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Volker Klös (l.) und Marius Reusch setzten symbolisch den Stecker. Foto: Wißner © Wißner

An 25 Eigentümer konnte Bürgermeister Marius Reusch (CDU) während einer Einweihungsfeier vier Bürgersonnenkraftwerke übergeben.

Langgöns (twi). Gleich vier Bürgersonnenkraftwerke konnte Bürgermeister Marius Reusch (CDU) während einer öffentlichen Einweihungsveranstaltung vor dem Bürgerhaus Langgöns an die Eigentümer übergeben.

Die vier Bürgersonnenkraftwerke befinden sich auf dem Bürgerhaus der Kerngemeinde, auf dem Dach der Feuerwehr Niederkleen, dem Bürgerhaus Dornholzhausen und dem Dorfgemeinschaftshaus Oberkleen. Geschäftsführer Volker Klös vom Verein zur Förderung privater Sonnenkraftwerke, kurz Sonneninitiative mit Sitz in Marburg, war es, der zusammen mit Reusch den symbolischen Stecker zum Start setzte und auch den Teilnehmern die verschiedenen technischen Einrichtungen, von den Modulen auf dem Dach bis zur Elektrik im Anschlussraum auch hinsichtlich der eingesetzten Technik und auch zum Projektablauf erläuterte.

Die Gemeinde hatte im vergangenen Jahr die Dächer der vier Gebäude dem Verein Sonneninitiative für Bürgersonnenkraftwerke zur Verfügung gestellt und der Verein warb Bürger aus Langgöns und Umgebung an, die sich hier finanziell engagieren konnten. Rund 286 000 Euro haben die vier Anlagen insgesamt gekostet, wobei die beiden Anlagen in Oberkleen und Dornholzhausen jeweils 40 600 Euro, die 375 Quadratmeter große Anlage auf dem Dach der Feuerwehr in Niederkleen 97 500 Euro und die auf dem Dach des Bürgerhauses für die 500 Quadratmeter abdeckende Anlage 107 000 Euro gekostet haben.

Die vier Sonnenkraftwerke Langgöns können mit ihrer Modulgesamtleistung von 233 Kilowatt Peak eine jährliche Menge von etwa 225 000 Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugen.

Warteliste

Diese Menge deckt den Bedarf von 78 Mehrpersonenhaushalten und erspart der Umwelt pro Jahr 175 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid, wie es bei der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas freigesetzt wird. Die Projekte haben einen gemeinnützigen Zweck und beteiligen die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde direkt an der regionalen Energiewende. Die Anteile lassen sich verschenken, verkaufen und vererben. Die Teilnehmer freuen sich ab sofort über ihre sonnigen Erträge, die der Verein für sie monatlich abrechnet und ausbezahlt sowie darüber, dass sie einen Umweltbeitrag zu den Klimaschutzzielen in ihrer Heimat leisten zu können. Wie Klös verriet haben insgesamt 25 Bürger Eigentum erworben, von denen es sich zu Zweidrittel um Bürger aus Langgöns und Umgebung handelt. Darüber hinaus gibt es sogar eine Warteliste. Die kalkulierte Verzinsung der Einlage soll zwischen zwei und fünf Prozent liegen. Dafür das es das erste Mal in dieser Gemeinde war gab es eine sehr große Resonanz, teilte Klös mit.

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