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400 Wundertüten verteilt

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Im Eselskostüm, denn der Esel ist das »Wappentier« von Dornholzhausen, verteilte auch Vorstandsmitglied Danica Loh die Wundertüten des CCD. © Rieger

Die große Gala-Prunksitzung des Carnevals-Clubs Dornholzhausen konnte nicht stattfinden. Aber ein bisschen Stimmung kam doch auf: 400 kleine Wundertütchen wurden im Dorf verteilt.

Langgöns (imr). Schwierige Zeiten für die Narren in diesen Faschingstagen, auch in Dornholzhausen, wo am Faschingssamstag normalerweise die traditionelle Gala-Prunksitzung vor großem Publikum im Bürgerhaus kräftig gefeiert wird. Diese fiel wegen der Pandemie nun bereits zum zweiten Mal aus, die Geschehnisse in der Ukraine waren ein weiterer Grund, der noch ganz aktuell dazukam.

»Ob drinnen oder draußen - es feiert Dornholzhausen« lautet das Motto der diesjährigen Kampagne beim Carnevals-Club Dornholzhausen (CCD). Lange hatten die Narren um den 1. Vorsitzenden Marcel Rau die Entscheidung über das »Wann« und »Wo« einer möglichen Faschingssitzung hinausgezögert. »Bis zum Schluss haben wir gehofft, zusammen mit euch den diesjährigen Fasching persönlich und anders als im vergangenen Jahr zu feiern«, heißt es aus dem Präsidium des CCD. Die aktuelle Situation lasse jedoch leider keine Veranstaltung zu, »weder drinnen noch draußen, bei der wir ausgiebig und ausgelassen unseren heiß geliebten Fasching mit euch hätten feiern können.«

Aber um den Dornholzhäusern wenigstens ein ganz klein wenig Faschingsstimmung zu bereiten, verteilten die Präsidiumsmitglieder auch in diesem Jahr wieder »Faschings-Wundertüten«, die sie am Faschingssamstag, dem Tag, an dem in normalen Zeiten die traditionelle große Gala-Prunksitzung im Bürgerhaus stattfindet, an die Haustüren brachten.

Verschiedene Sorten Kaubonbons, jeweils eine kleine Tröte und für Erwachsene ein Mini-Fläschchen Likör fanden sich darin nebst einem Anschreiben, in dem die aktuelle Situation dargelegt wurde.

Mit einem »dreifach donnernden Dornholzhausen Helau!«, endet der Text. Über einen QR-Code konnte ein knapp zehnminütiges You-Tube-Video mit einem Faschingsgruß aufgerufen werden, in dem Sitzungspräsident Dr. Frank Schneider, Marcel Rau und weitere Aktive aus dem Vorstand zu sehen und zu hören sind.

»Helau-I-AA im zweiten Online-Faschingsjahr, statt Kostümen, Tänzen, Narretei überall FFP2«, heißt es da beispielsweise und zum Schluss »Helau-I-AA, auf Wiedersehen im nächsten Jahr«.

Die Hoffnung, im kommenden Jahr wieder wie vor der Pandemie feiern zu können, kam in dem kleinen Film immer wieder zum Ausdruck. 400 kleine Wundertütchen wurden im Dorf, das dank des Vereins als Faschingshochburg im Kleebachtal bekannt ist, verteilt.

Die Aktion, die bereits im vergangenen Jahr aufgrund der Pandemie am Faschingswochenende Premiere hatte, kam auch diesmal wieder sehr gut an und brachte ein wenig Freude in den in diesen Tagen doch so ernsten Alltag.

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