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Ab April unterwegs

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Der neue Langgönser Bürgerbus steht »in den Starlöchern«. Er soll vorwiegend die Kleebachtalorte an die Kerngemeinde anbinden .

Langgöns (imr). Der neue Bürgerbus der Gemeinde Langgöns ist eingetroffen. Es ist ein neunsitziger Elektro-Bus der Firma Opel, der vorwiegend die Kleebachtalorte an die Kerngemeinde Lang-Göns anbinden soll. Im Frühjahr soll der Fahrbetrieb starten. Im Sozialausschuss stellte Gemeindemitarbeiterin Anna-Lena Bauer das Betriebskonzept vor. Sie begleitet das Projekt gemeinsam mit ihrem Kollegen Andreas Zenkert. Der Bus ist aus einem Förderprogramm des Landes Hessen finanziert, das Motto lautet »Bürger fahren Bürger«. 20 ehrenamtliche Fahrer haben sich bereits gemeldet, weitere können dies tun. Sie werden über die Gemeinde versichert sein. Der Standort des Busses ist am Rathaus. Dort wird für das Fahrzeug und das bereits in Diensten der Gemeinde befindliche kleinere E-Auto extra ein Carport mit einer Elektro-Ladesäule eingerichtet. Im Rathaus werden die Anmeldungen entgegengenommen, am Empfang erfolgt die Schlüsselübergabe. Geplant sind anfangs Fahrten an zwei Tagen in der Woche, zukünftig an fünf Tagen zu Ärztezentren, Behörden und Einkaufsmöglichkeiten. Es gibt einen »Tür-zu-Tür-Service« und damit ein möglichst flexibles Angebot. Die Anmeldungen für die Fahrten sollten bis zum jeweiligen Freitag in der Vorwoche erfolgen. Am Wochenende steht das Fahrzeug für Vereine zur Verfügung. Voraussichtlich Ende März soll es eine Auftaktveranstaltung geben, der Start der Fahrten ist für Anfang April vorgesehen. Die Ausschussmitglieder nahmen das Konzept zustimmend zur Kenntnis.

20 Bauplätze

»Die Schaffung von neuem Wohnraum ist eine Herausforderung für Langgöns. Wir brauchen Neubaugebiete und sollten zeitnah in unserer Gemeinde eine Fläche finden, um dort ein Gebiet für rund 20 Bauplätze zu schaffen, mit einem akzeptablen Baulandpreis.« Diese Erkenntnis zog Jürgen Knorz (CDU) in der Sitzung des Langgönser Sozialausschusses aus den Zahlen des Wohnraumversorgungskonzeptes für den Landkreis Gießen. Marius Reusch (CDU) betonte, dass die aktuellen Bedarfsdaten auch im Rahmen des Dorfentwicklungsprogramms IKEK (Integriertes kommunales Entwicklungskonzept) »aufschlussreich und hilfreich« seien. Bei den Prognosedaten sollte man »vorsichtig sein«, schließlich habe es die Gemeinde selbst in der Hand, Wachstum für die Zukunft beispielsweise durch die Ausweisung neuer Baugebiete zu gestalten. Gerald R. Dörr (SPD) entnahm dem Konzept unter anderem die Information, dass insbesondere kleinere barrierefreie und bezahlbare Wohnungen fehlten. »Da ist vor allem Bedarf, der älteren Menschen gerecht wird, denn viele wohnen perspektivisch in zu großen Häusern, die nicht barrierefrei sind«, sagte er. Der Sozialausschuss nahm das Konzept einvernehmlich zur Kenntnis.

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