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»Aktueller Zustand unhaltbar«

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Langgöns (imr). Zur Sitzung des Ortsbeirats Espa begrüßte Ortsvorsteher Volker Rühl (SPD) auch den Langgönser Bürgermeister Marius Reusch (CDU). Gemeinsam mit ihm wurden aktuelle Themen zu Espa besprochen: Die Planungen zum Straßen- und Kanalausbau im Gebiet Espa West sind bereits weit fortgeschritten. Es hat sich eine Bürgerinitiative gebildet, die laut Bürgermeister teils unterschiedliche Meinungen vertritt.

Funkmast umsetzen

Dabei gehe es insbesondere um die Frage, ob es sich um eine Ersterschließung oder eine Instandsetzung handelt. Aktuell läuft eine juristische Prüfung dieser Fragestellung.

Die erste Planungsvergabe-Runde für das Neubaugebiet »Gaulskopf« hat stattgefunden. Es gab zahlreiche Bewerbungen, sieben Zusagen wurden durch die Gemeinde gegeben, vier Bewerber sind davon zurückgetreten, zwei Bauanträge laufen aktuell. Nach den Sommerferien soll die Vergabe der Bauplätze erneut ausgeschrieben werden. Die Zusage an ein genossenschaftliches Projekt für das Baugrundstück im unteren Teil des Geländes werde derzeit geprüft. Weil der temporäre Mobilfunkmast auf einem bereits verkauften Baugrundstück liegt, muss er abgebaut werden und soll in Richtung Wald auf ein Grundstück der Gemeinde umgesetzt werden, damit keine Versorgungslücke entsteht.

Der Kindergarten-Bus nach Butzbach-Hoch-Weisel fährt zurzeit nicht. Marius Reusch teilte mit, dass die Gemeinde Langgöns sich an den Kosten beteiligen würde, die Wiedereinführung sei jedoch eine Entscheidung der Stadt Butzbach.

Als »Skandal« bezeichnete der Bürgermeister die Situation für Schulkinder, die im Winter zur Bushaltestelle gelangen müssen. Der aktuelle Zustand sei unhaltbar. Allerdings sei eine Lösung bisher noch nicht gefunden worden. Ein möglicher Lösungsansatz liege darin, in den Wintermonaten den Bus nur noch an der Bushaltestelle Gaulskopf halten zu lassen. Dies hätte aber zur Folge, dass der Großteil der Kinder insbesondere bei widrigen Wetterverhältnissen den Weg dorthin nehmen müsste.

Klare Regelungen

Der Branntweinweg ist laut Marius Reusch noch nicht abschließend beschildert. Seitens des Ortsbeirates wurde eine Geschwindigkeitsbeschränkung gefordert, die von der Gemeinde auch vorgesehen ist. Darüber hinaus soll es Bodenmarkierungen geben, welche die Vorfahrtsregelungen klar kennzeichnen. Der Bürgermeister berichtete, dass er den Kontakt mit dem zuständigen Ministerium suchen wolle, um doch noch eine positive Entscheidung zur Legalisierung auch des letzten Teilstücks des Weges bis zum Anschluss an die Straße nach Butzbach zu erreichen.

Ortsbeiratsmitglied Erhard Mank (FW) hat eine Bilddokumentation zahlreicher Straßenschäden in Espa erstellt, wofür ihm Bürgermeister Reusch dankte. Die Aufstellung sei eine hilfreiche Dokumentation und liege bereits dem Bauamt vor. Kurzfristig könne der Bauhof unter Einsatz einer Reparatur-Paste kleinere Schäden reparieren, darüber hinaus hat die Gemeinde ein Jahresbudget eingerichtet, um in allen Ortsteilen größere Schäden instand setzen zu lassen. Der Rathauschef informierte, dass für dieses Jahr Mittel zur Aufwertung des jüdischen Friedhofs und zur Instandsetzung des Spielplatzes eingeplant wurden. Vorgesehen ist eine Spielmöglichkeit für Kinder unter drei Jahren, auch die Wege zum Spielplatzgelände sollen saniert werden.

Die Langgönser Klimaschutzmanagerin Susanne Müller stellte die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED vor. Espa ist der letzte Langgönser Ortsteil, der derart umgerüstet wird, noch dieses Jahr soll die Maßnahme umgesetzt werden.

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