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Alle Langgönser Ortsteile sehr attraktiv

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Seit Jahren hält sich die Einwohnerzahl der Großgemeinde Langgöns auf dem gleichen Niveau. 11 990 Einwohner waren es Ende 2021.

Langgöns (imr). 11 990 Einwohner hatte die Großgemeinde Langgöns Ende 2021. In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses nannte Bürgermeister Marius Reusch (CDU) diese Zahl »sehr stabil«, denn sie hält sich seit Jahren ungefähr auf diesem Niveau. Dies sei, so der Rathauschef, »nachvollziehbar, weil es so gut wie keinen neuen Wohnraum in Langgöns gibt«. Interessant sei neben den Zahlen aus den jeweiligen Ortsteilen auch die »Entwicklung abseits der Zahlen«: Damit meinte er den jährlichen Wanderungssaldo, der etwa 700 Personen umfasst. Dies sei eine »beträchtliche Größe, denn so wird jährlich ein Dorf von der Größe Espas personell ausgetauscht«. Dies spreche für die Attraktivität der Gemeinde, denn der frei werdende Wohnraum werde sofort wieder aufgefüllt, sodass so gut wie kein Leerstand herrsche. Dies gelte für alle Ortsteile. »Langgöns ist über alle Ortsteile sehr attraktiv«, resümierte der Bürgermeister.

Für die Stelle des Digitalisierungsbeauftragten der Gemeinde Langgöns hat es viele Bewerbungen gegeben. Im Sommer, entweder zum 1. Juni oder ab dem 1. Juli, wird sich ein neuer Mitarbeiter im Rathaus dieses Themas »mit voller Kraft« annehmen. Dies teilte Marius Reusch mit.

Nachdem bereits in der vergangenen Ausschusssitzung intensiv über die Neufassung der Friedhofsordnung der Gemeinde Langgöns beraten wurde und zwischenzeitlich ein weiterer Ortstermin stattfand, liegt nun die vollständig überarbeitete Friedhofsordnung vor, die sich stark an der Mustersatzung orientiert. Alles, was zuletzt besprochen wurde, ist darin aufgenommen worden. Hauptanliegen ist es, dass die Friedhöfe der Großgemeinde grüner und parkähnlicher gestaltet werden sollen. Moderne Grabformen, die weniger Pflegeaufwand haben, sollen vermehrt angeboten werden. Damit trägt die Gemeinde dem starken Wandel in der Bestattungskultur in den vergangenen Jahrzehnten Rechnung. Die Koalition aus CDU und Grünen hatte neben Ergänzungen zur Satzungsänderung auch einen Ergänzungsantrag gestellt.

Räumungsgebühr ermäßigen

Demnach soll die Gemeindevertretung den Gemeindevorstand und die Friedhofsverwaltung beauftragen, die Friedhöfe der Gemeinde großzügiger, insektenfreundlich und parkähnlich zu gestalten. Mit einer Broschüre sollen die Bürger über die vielfältigen Bestattungsformen auf den Friedhöfen der Gemeinde Langgöns informiert werden. Der Ausschussvorsitzende Jürgen Knorz (CDU) informierte, dass auf dem Friedhof im Ortsteil Lang-Göns dies bereits sichtbar werde: Nebem dem im vergangenen Jahr angelegten Memoriam-Garten im Bereich der Trauerhalle wird gerade im östlichen Bereich des Friedhofes ein neues Grabfeld mit Urneneinzelgräbern angelegt - in der Größe von 60 x 60 Zentimeter und in einer Grabanlage mit acht Feldern, die mit Sträuchern zum nächsten Grabfeld abgegrenzt werden. Die alten Urneneinzelgräber waren in Reihen 40 x 40 Zentimeter groß. Die geringe Größe sei »sehr kritisiert« worden, betonte der Ausschussvorsitzende. Der Neufassung der Friedhofsordnung und dem Ergänzungsantrag stimmten alle Gremienmitglieder zu.

Auch die Gebührensatzung zur Friedhofsordnung wurde angepasst. Diskutiert wurde über die Räumungsgebühr in Höhe von 100 Euro für ein Raseneinzelgrab mit Platte. Die Summe erschien Hans Dern (Grüne) unverhältnismäßig hoch im Vergleich zu der Räumungsgebühr bei anderen Gräbern. Auch Eva Oberschelp (Grüne) sah das so. Dern stellte den Änderungsantrag, die Räumungsgebühr für das Raseneinzelgrab mit Platte um 50 Euro zu ermäßigen. Bürgermeister Marius Reusch (CDU) erinnerte daran, dass im Rahmen der Haushaltsgenehmigung seitens der Aufsichtsbehörde bei den Friedhofs- und Bestattungsgebühren eine deutliche Unterdeckung angemahnt worden und die Gemeinde gebeten worden war, hier eine entsprechende Kalkulation vorzunehmen. »Dies ist meiner Meinung nach aber auch eine politische Frage«, sagte der Bürgermeister dazu. Mit fünf Ja- und drei Gegenstimmen wurde dem Antrag von Hans Dern zugestimmt. Bei einer Enthaltung wurde die geänderte Gebührensatzung zur Friedhofsordnung einstimmig der Gemeindevertretung empfohlen.

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