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Barrierefreier Ausbau für 220 000 Euro

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Bei der Vorstellung der neuen barrierefreien Bushaltestellen, hier die in der Jahnstraße (v. l.): Jan Schäfer, Jörg Rudolph, Mirko Diehl und Marius Reusch. © Rieger

Im Kernort Lang-Göns wurden die Haltestellen am Bahnhof, im Rottweg, am Fliederbusch und in der Jahnstraße barrierefrei ausgebaut, in Niederkleen war es die Haltestelle Butzbacher Straße.

Langgöns (imr). Fünf weitere Bushaltestellen in Langgöns wurden barrierefrei ausgebaut. »Wir sind sehr froh, dieses kleine, aber nicht unwichtige Projekt abschließen zu können«, sagte Bürgermeister Marius Reusch bei der Vorstellung anlässlich des Abschlusses der Bauarbeiten. 220 000 Euro kostete der Ausbau, 75 Prozent davon übernahm das Land Hessen im Rahmen eines Förderprogramms. Ursprünglich habe die Kostenschätzung deutlich über diesem Betrag gelegen, informierte Bauamtsleiter Jan Schäfer über das »sehr gute Ausschreibungsergebnis«.

Im Kernort Lang-Göns wurden die Haltestellen am Bahnhof, im Rottweg, am Fliederbusch und in der Jahnstraße barrierefrei ausgebaut, in Niederkleen war es die neue Haltestelle in der Butzbacher Straße. »Damit haben wir den allergrößten Teil der Haltestellen in unseren Ortsteilen barrierefrei gestaltet, die noch übrigen eignen sich zum Teil nicht dafür, weil sie nur vom Anruf-Linien-Taxi (ALT) angefahren werden wie beispielsweise am Rathaus, da wäre ein Hochbord sogar schlecht, wenn die Autotür geöffnet wird«, erklärte der Rathauschef. Er fasst für die Zukunft »vielleicht noch mal ein Paket für vereinzelte Haltestellen in Niederkleen und Oberkleen« ins Auge.

Schwerpunkt des jetzigen Paketes war der Ortsteil Lang-Göns mit vier von fünf Haltestellen. Die Haltestelle Fliederbusch bekam außerdem noch ein Wartehäuschen, ebenso die Haltestelle in der Jahnstraße. Sie wurde sogar komplett an einen anderen Ort verlegt, befand sie sich doch vorher im Bereich des Parkplatzes neben dem Kunstrasenplatz des TSV Lang-Göns. Die Kinder der benachbarten Grundschule stiegen dort ein und aus. »Die Verlegung dieser Haltestelle, die ja auch Schulbushaltestelle ist, fand bereits im Vorgriff auf die geplante Verkehrsberuhigung des Platzes neben dem Sportplatz statt«, erläuterte der Bürgermeister. Er kündigte auch an, dass demnächst im Bereich des Sportplatzes die Verkehrsführung geändert werde. Dann wird die Brücke über den Gönsbach komplett für den Autoverkehr gesperrt. »Sie war schon jetzt nicht mehr belastbar und nur noch einseitig zu befahren«, sagte Reusch. Ziel ist es, die Parksituation am Sportplatz durch die Sperrung erheblich zu entzerren, der Verkehr wird dann entsprechend umgeleitet. Denn im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms IKEK soll in den kommenden Jahren das Areal um das ehemalige Feuerwehrgerätehauses zu einem attraktiven und multifunktionalen Kultur- und Begegnungstreff für alle Generationen gestaltet werden. Dabei sollen auch Räumlichkeiten für außerschulischen Unterricht (»grünes Klassenzimmer«) geschaffen werden. Eine Aufwertung des gesamten Areals im Bereich Bürgerhaus, Sportzentrum und Grundschule wird angestrebt.

Jörg Rudolph vom Planungsbüro Zick-Hessler und Mirko Diehl von der Firma Frank Schmidt Straßen- und Tiefbau, die für Planung und Bauleitung beim Ausbau der Bushaltestellen zuständig waren, berichteten von einem reibungslosen Verlauf. Ende Juli 2021 hatten die Bauarbeiten begonnen, Ende Januar dieses Jahres endeten sie.

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