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Begeisterung für den Handball hat nachgelassen

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Langgöns (red). »Die laufende Saison konnte nach zwei Jahren mit Coronaeinschränkungen einigermaßen ›normal‹ durchgeführt werden«, resümierte Herbert Röhrich das zurückliegende Jahr. Höhepunkt war die Feier zum 50-jährigen Bestehen der HSG Kleenheim.

Einstimmig wurde Herbert Röhrich bei der Jahreshauptversammlung der HSG Kleenheim als Vorsitzender im Amt bestätigt. Auch die übrigen Wahlen erfolgten einstimmig: Finanzleiter bleibt Herbert Röhrich, unterstützt wird er von Regina Rüspeler und Eva Plitsch. Sportlicher Leiter bleibt Christian Straßheim. Männerwarte bleiben Christian Keil, Siegfried Köhler und Volker Glaum. Das Amt des Frauenwartes bleibt umgesetzt, Christian Straßheim und Jürgen Klein übernehmen die Aufgaben. Auch das Amt des Jugendwarts bleibt unbesetzt, die Aufgaben werden durch den Jugendausschuss der Jugendspielgemeinschaft JSG Kleenheim-Langgöns wahrgenommen. Christiane Bork-Werum vertritt die JSG im Vorstand. Die Schiedsrichter-Sekretärwarte Horst Rüspeler und Bodo Schindel wurden im Amt bestätigt, die Hallenorganisation obliegt weiterhin Karl-Heinz Rothenberger, Fabio Ewald kommt neu dazu. Fürs Marketing bleibt Andrea Klarner zuständig. Um die Medien kümmert sich Jens Wamsgans. Beisitzer bleiben André Müller und Oliver Heinz, neu dabei ist Petra Jung-Richter. Die Vorsitzenden der Stammvereine Jürgen Klein (TSV Oberkleen), TSV Ebersgöns (Klaus Hübner) und Herbert Röhrich (TSV Oberkleen) gehören weiterhin dem Vorstand an. Einstimmig wurden Stefanie Engel und Günter Rau als Kassenprüfer gewählt.

Herausforderungen gemeistert

Aktuell hat die Spielgemeinschaft rund 280 Mitglieder. Röhrich dankte allen, die dazu beigetragen haben, den Vereinsbetrieb aufrechtzuerhalten, insbesondere im Bereich der Jugendarbeit. Vieles sei herausfordernd. Im finanziellen Bereich laufe alles geordnet. Die Unterstützung durch Sponsoren und private Spender laufe im »gewohnten Rahmen«. Spannend sei die Frage, wie sich die Kostensteigerungen, mit denen alle konfrontiert werden, für den Verein und den Spielbetrieb auswirken werden. Fahrtkosten und Aufwandsentschädigungen für Spielerinnen und Spieler der ersten Mannschaften müssten sicherlich demnächst angehoben werden.

Auch die Busse zu Auswärtsspielen seien schon merklich teurer geworden. Durch den Abstieg der Frauen seien aber einige weite Fahrten weggefallen. Die Zuschauereinnahmen seien eher rückläufig, das Interesse und die Begeisterung in Ebersgöns, Nieder- und Oberkleen für den Handball habe seiner Einschätzung nach nachgelassen. »Ich habe aber auch keine Antwort darauf, wie wir mehr Interesse für den Handball wecken können«, bedauerte der Vorsitzende. Auch im männlichen Nachwuchsbereich sieht er Probleme auf den Verein zukommen. Um die Zukunft zu gestalten, wünscht sich Röhrich jüngere Aktive für die Vorstandsarbeit. Er betonte: »Ich würde jederzeit jede und jeden unterstützen, der bereit wäre, Verantwortung zu übernehmen.«

Der sportliche Leiter Christian Straßheim ließ die Saison 2021/2022 Revue passieren: Die Frauenmannschaft I stieg ausgerechnet im Jubiläumsjahr nach fast 50 Jahren in überregionalen Ligen in die Oberliga ab. Die 1. Männermannschaft konnte mit dem 5. Platz in der höchsten hessischen Liga sehr zufrieden sein.

Die HSG Kleenheim kämpft in der neuen Saison 2022/23 mit insgesamt 14 Mannschaften plus zwei Mini-Teams um Punkte und Platzierungen. »Das ist schon mal sehr erfreulich, haben wir doch nach der Corona-Zwangspause bei der Anzahl der Meldungen wieder zugelegt.«

Zum Schluss bedankte sich Straßheim bei allen aktiven Spielerinnen und Spielern für den gezeigten Einsatz, bei allen Schiedsrichtern und Sekretären, die Woche für Woche für die HSG Kleenheim-Langgöns im Einsatz sind und bei den vielen Helfern, die für das leibliche Wohl bei den Heimspielen sorgen. Auch den Sponsoren galt sein Dank. Ohne deren Unterstützung wäre ein Spielbetrieb dieser Größenordnung nicht mehr machbar.

Regina Rüspeler berichtete über die Jugendsaison 2021/2022: Die Kooperation mit dem TSV Lang-Göns laufe gut. In den Osterferien wurde ein Handballpowercamp organisiert, das von Jugendbundesligatrainer René Baude geleitet wurde. Es war mit 54 Kindern restlos ausgebucht. Im August ging es für 42 Kinder und Jugendliche nach der Pandemiepause wieder in die langersehnte Zeltfreizeit nach Lenste an die Ostsee, die einmal mehr ein toller Erfolg war. Für die neue Saison Jugend 2022/23 konnte sich die weibliche Jugend C für die Oberliga Hessen qualifizieren, die männliche Jugend C und die weibliche Jugend B für die Bezirksoberliga. Auch die weiteren Jugendmannschaften sind auf guter Bezirksebene vertreten. Regina Rüspeler dankte allen Unterstützern und Förderern.

Nachwuchssorgen

Vom Schiedsrichter- und Sekretärwesen berichtete Horst Rüspeler. Es gebe weiterhin Schwierigkeiten, Sekretär-Nachwuchs zu bekommen, mit dem Ist-Bestand könne die neue Runde aber bestritten werden. Der Schiedsrichterbestand befinde sich mit 13 Schiris für Kleenheim auf einem historischen Tiefstand, wobei das Soll erfüllt sei. »Den Bereich Schiedsrichter sehe ich sehr kritisch, da niemand bereit ist dieses Amt zu übernehmen«, bedauerte Rüspeler. Der Altersdurchschnitt der Schiedsrichter werde immer höher, Nachwuchs fehle. Dabei würden Ausbildung und Ausrüstung bezahlt.

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