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Bürgerhaus Cleeberg klar priorisiert

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Das Areal am Bürgerhaus Cleeberg soll aufgewertet werden, ein Steg entlang des Kleebachs soll für Fußgänger mehr Sicherheit gewähren. © Rieger

Das Areal rund um das Cleeberger Bürgerhaus soll aufgewertet werden. Dieses Punkt landete bei der Online-Abstimmung im Rahmen des »Ikek«-Programms an vorderster Front.

Langgöns (imr). Die Weiterentwicklung und Aufwertung des Areals rund um das Bürgerhaus in Cleeberg landete bei der öffentlichen Online-Abstimmung im Rahmen des Dorferneuerungsprogramm »Ikek« (Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept) der Gemeinde Langgöns auf Platz eins. Bis zum 9. März konnte abgestimmt werden.

Sicherer Zugang

Im Wesentlichen soll im Bereich des Bürgerhauses in Cleeberg ein sichererer Zugang für Fußgänger geschaffen werden, indem ein Steg direkt am Lauf des Kleebachs gebaut wird. Den zweiten Rang erhielt die Kirchgasse in Niederkleen. Dort soll ein zentraler Platz der Niederkleener Dorfgeschichte als Treffpunkt für Bewohner und Besucher entstehen.

Das denkmalgeschützte Heimatmuseum aus dem Jahr 1701 soll saniert und der Platz um die benachbarte Linde neugestaltet werden. Auf dem dritten Rang platzierte sich das Projekt, die Festwiese in Niederkleen durch einen Jugendtreff aufzuwerten. Auf Platz vier steht das Paul-Schneider-Freizeitheim, wo eine Naturkita eingerichtet werden soll, den fünften Platz belegt das Waldhaus in Cleeberg, hier sollen Anschlüsse für Strom- und Wasser verlegt werden.

Insgesamt standen 29 Projekte zur Abstimmung und damit zur Priorisierung bereit. Es wurde anonym abgestimmt. Aus 724 abgegebenen Antworten wurden 527 auswertbare Ergebnisse ermittelt. Dabei konnte jeder Teilnehmer bis zu zehn Projekte als wichtig einstufen.

Nicht alle machten davon Gebrauch. Im Schnitt wurden vier bis fünf Projekte priorisiert, teilweise auch nur eines. Aus dem Abstimmungsergebnis wurde eine Rangfolge gebildet. Die Abstimmungsergebnisse flossen zu zwei Dritteln, die Favorisierungen der »Ikek«-Arbeitsgruppen mit je einem Drittel in das Ranking ein. »Darüber hinaus wurde sichergestellt, dass alle Ortsteile mit jeweils ihrem Projekt, dass die meisten Stimmen bekommen hat, in der Kategorie »hoch« berücksichtigt wurden«, betonte André Haußmann vom projektbegleitenden Fachbüro »Team 360°.

Auch einige ortsteilübergreifende Themen sollen angegangen werden, darunter die Verbesserung der Wanderwege (Platz 11), der Langgönser Kultursommer (Platz 16) oder der Autofreie Kleebachtag (Platz 14). Auf dem letzten Platz landete der Themenweg »Demokratiepionier Friedrich Ludwig Weidig - vom Geburtshaus zur Wirkungsstätte«. Dies sei auch ein Thema, was eher Touristen als die Einwohner interessiere, kommentierte Haußmann. Dennoch werde Umsetzung gemeinsam mit Butzbach geprüft. Zudem könnten Projekte, die im Ikek« keinen Platz finden, in andere Programme eingereicht werden.

Das fertige »Ikek«-Konzept wird nun zur Prüfung beim Amt für Ländlichen Raum und der WI-Bank eingereicht. Im Sommer könnte dann der Vorbereitungsprozess enden und es an die konkrete Umsetzung gehen. Planmäßig am 2. Juni soll das Konzept von der Langgönser Gemeindevertretung beschlossen werden, es soll eine »Richtschnur für die nächsten Jahre, Jahrzehnte und darüber hinaus werden«, hatte der Langgönser Bürgermeister Marius Reusch die Bedeutung des Projekts hervorgehoben.

Er betonte, dass die Projektideen zum jetzigen Zeitpunkt noch Skizzen seien, die einen ersten Eindruck vermitteln sollen, wie es werden kann: »Die Projekte werden später noch planerisch im Detail geplant, die Bürger können auch dann noch weiter Anregungen einbringen.« Langgöns erhält vom Land Fördergelder, um die Projekte zu realisieren.

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