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Durchgangsverkehr aus dem Ort heraushalten

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Die Verkehrsführung im Bereich der Brücke am Backhaus in Niederkleen ist Dreh- und Angelpunkt für das geplante Verkehrskonzept. © Rieger

Übergeordnetes Zieldes Verkehrskonzeptes Niederkleen ist es, den Durchgangsverkehr so weit wie möglich aus dem Ort herauszuhalten. Ein Einbahnstraßensystem soll die Lösung sein..

Langgöns (imr). Der Ortsbeirat Niederkleen widmete sich erneut dem geplanten Verkehrskonzept für Niederkleen. Hierzu hatte »Zukunft: jetzt« einen Antrag mit Maßnahmen vorgelegt, der von allen Fraktionen begrüßt, als »gute Basis« bezeichnet und ausführlich beraten wurde.

Übergeordnetes Ziel ist es, den Durchgangsverkehr so weit wie möglich aus dem Ort herauszuhalten. Dieses Vorhaben soll nicht zuletzt durch ein Einbahnstraßensystem gelöst werden. Zugleich soll dadurch der innerörtliche Verkehr entflochten werden.

Einbahnstraße

Folgende Entscheidungen wurden einstimmig zur Umsetzung empfohlen: In der Straße »Schneiderberg« soll eine Einbahnstraße in Richtung Brücke am Backhaus ab der Ecke Langgönser Straße bis zur Kreisstraße eingerichtet werden.

Ein barrierefreier Fußweg soll bergauf auf der linken Seite in einer Breite von 1,50 Meter angelegt werden. Die bereits existierende Einbahnstraße in der Langgönser Straße in Richtung Ortsausgang bis Bennergasse soll beibehalten werden. Hier wurde zudem diskutiert, auch noch den Bereich zwischen der Bushaltestelle am Ortseingang und der Einmündung zur Bennergasse als Einbahnstraße auszuweisen. So würde die Durchfahrt über die Bennergasse verhindert, der Verkehr würde über die Gartenstraße umgeleitet. Der in der Bennergasse ansässige Landwirt müsste dann gegebenenfalls eine Sondergenehmigung bekommen, um weiterhin wie bisher auf sein Grundstück zu gelangen.

Die bisherige Einbahnstraßenregelung in der Bennergasse soll umgekehrt werden.

Mit vier Ja-Stimmen, zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung empfahl der Ortsbeirat, in der Kreuzstraße eine Einbahnstraße von der Ecke Kreisstraße in Richtung Brücke hin zur Bergstraße bis Ecke Mühlenweg einzurichten. Diese Änderung steht ebenfalls im Kontext zur geplanten innerörtlichen Verkehrsführung.

Auch beim Tagesordnungspunkt, der sich mit den Standorten für Waldsofas beschäftigt, hatte »Zukunft: jetzt« einen Antrag gestellt. Ein Sofa soll am Waldrand am »Weinberg« mit Blick in Richtung Oberkleen platziert werden, ein weiteres in der Feldgemarkung »Auf dem Zimmerplatz /Erdbeerenstein«. Ein dritter Vorschlag von Horst Röhrig (SPD) und Tim Schröder (CDU) wurde während der Diskussion ergänzt: Auch auf der Südseite des »Mühlbergs«, der sich nahe dem Steinbruch in Niederkleen befindet, soll ein Sofa aufgestellt werden. Dafür könnten weitere Ortsbeiratsmittel verwendet werden. An diesem Standort befürchten die Mitglieder von »Zukunft: jetzt« allerdings unter der Woche eine Lärmbelästigung, wenn die im Steinbruch geplante Recyclinganlage an den Start geht. Nur am Wochenende wäre es dann ruhig. Einstimmig wurden die drei Standorte empfohlen.

Drei Projekte

Drei Projekte hat der Ortsbeirat Niederkleen zur Umsetzung im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms IKEK vorgeschlagen: Die Kirchstraße soll als historischer Treffpunkt gestaltet werden. In Form eines »geschlossenen Projekts« soll das dort befindliche Heimatmuseum grundhaft saniert und der Platz um die Linde neugestaltet werden.

Zweites Projekt ist der Bolzplatz am Ortseingang, er soll als Jugendtreff attraktiver werden.

Das »Alte Haus« in der Burgstraße als drittes Projekt soll grundhaft saniert werden. Im Erdgeschoss soll eine öffentliche Nutzung eingerichtet werden, im Obergeschoss sollen die Wohnungen bleiben. Das angrenzende Gelände mit Bürgerhaus und altem Spielplatz soll in Form eines »Bürgerparks« komplett neugestaltet werden.

Dies beschloss der Ortsbeirat einvernehmlich.

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