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Ein paar Stunden Freude

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Von: Thomas Wißner

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Der Freizeitpark Lochmühle war das Ziel der ukrainischen Flüchtlinge. Foto: Wißner © Wißner

Ukrainehilfe Langgöns organisiert Fahrt in den Freizeitpark Lochmühle.

Langgöns (twi). Strahlende Kinderaugen gab es erneut bei der von der Ukrainehilfe Langgöns organisierten Fahrt in den Freizeitpark Lochmühle in Wehrheim. Ehemalige des Arbeitskreises Leben nach Tschernobyl in der evangelischen Kirchengemeinde Lang-Göns hatten unmittelbar nach Kriegsausbruch eine Ukrainehilfe ins Leben gerufen, um vor allem Kriegsflüchtlingen aus dem gut 40 Kilometer von Kiew entfernt gelegenen Borispol und Umgebung zu helfen (wir berichteten).

Auch über seine offizielle Auflösung nach 31 Jahren im vergangenen Jahr war der Kontakt zur Tschernobyl-Region und vor allem mit Borispol nicht abgerissen. Und so war es geradezu selbstverständlich hier Hilfe zu leisten. Pfarrer i.R. Eberhard Klein hatte bereits im Mai erstmals eine Fahrt in den Freizeitpark mit 18 Müttern mit Kindern zwischen zwei und 19 Jahren organisiert. Nun nahmen 59 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine an einer zweiten Fahrt teil.

»Mit Kind und Kegel« ging es in die Lochmühle, wo einige unterhaltsame Stunden verlebt wurden. Ziel der Reise war es, den Kindern in der letzten Sommerferienwoche Abwechslung zu bieten und zugleich Ukrainern den Kontakt untereinander zu ermöglichen.

Vor allem legt Klein viel Wert darauf, Geflüchteten aus Borispol die Vernetzung mit anderen Geflüchteten zu ermöglichen, die auch in Langgöns eine Unterkunft gefunden haben. Dies diene auch dazu, gemeinschaftliche Lösungen bei Problemen im Alltag zu finden und das Miteinander zu stärken. Klein kann dabei auf ein »eingespieltes Team« zurückgreifen, denn bei vielen Quartiergebern handelt es sich um ehemalige Aktive des Arbeitskreises »Leben nach Tschernobyl«. Dabei werden unterschiedliche Akzente gesetzt. So wurde bereits vor den Sommerferien Deutsch-Kurs im Paul-Schneider-Heim in Dornholzhausen durch Freiwillige und selbstorganisierte Deutschkurse im Gemeindezentrum mit einer Grundschullehrerin angeboten, damit die Flüchtlinge sich im Alltag besser zurechtfinden können. Der offizielle Integrationskurs des Landkreises Gießen startet am 19. September. Hier haben sich bereits 33 Erwachsene zur Teilnahme im Bürgerhaus der Kerngemeinde angemeldet. In dieser Zeit wird von der Ukraine-Hilfe eine Betreuung für jene Kinder angeboten, die keinen Kitaplatz haben.

Wer Interesse an der an Pfarrer Klein (Telefon 06403/940505) wenden, denn es wird noch ein ehrenamtliches Unterstützungsteam zum Betreuen der Kinder gesucht.

Wer spenden möchte; Kirchengemeinde Lang-Göns, DE81513900000015380004 - Vermerk: »Ukraine - Hilfe für Kriegsflüchtlinge aus Borispol und Umgebung«.

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