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Eine Art Oase zum Wohlfühlen

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Mit großem Vergnügen absolvierten sie den offiziellen Spatenstich (v. l.): Bauunternehmer Gökhan Aydemir, Architekt Jannis Datz, Marius Reusch, Rodi Al Schanaa sowie sein Betriebsleiter und Designer Kaan Eryilmaz. © Rieger

Das Messebauunternehmen »Concept Atelier« siedelt sich am Ortsrand von Dornholzhausen an. Jetzt erfolgte der erste Spatenstich.

Langgöns (imr). Am Ortsrand von Dornholzhausen in der Verlängerung des Blankwegs tut sich was. Demnächst wird hier ein Neubaugebiet entstehen. Jetzt schon siedelt sich in unmittelbarer Nachbarschaft davon das Messebauunternehmen »Concept Atelier« von Rodi Al Schanaa an. Kürzlich lud er zum offiziellen Spatenstich ein. Neben dem Langgönser Bürgermeister Marius Reusch (CDU) begrüßte er auch Vertreter der am Bau beteiligten Firmen, der Ortsvereine, des Ortsbeirats und der Gemeindevertretung. Denn der gebürtige Syrer, der im Alter von zehn Jahren nach Deutschland kam, seitdem in Dornholzhausen lebt und hier im Vereinsleben sehr aktiv und fest verwurzelt ist, ist im Ort nicht zuletzt deshalb kein Unbekannter.

Mitte 2013 hat er sein Messebauunternehmen gegründet und ist seitdem nach eigenen Angaben »stetig und gesund gewachsen«. Heute beschäftigt er ein junges Team von sieben Festangestellten, einer Teilzeitkraft und neun geringfügig Beschäftigten sowie elf freien Mitarbeitern, die beim Auf- und Abbau der Messestände unterstützen. Das Unternehmen ist weltweit aktiv.

Einen schweren Rückschlag erlitt es, als am 23. Dezember 2020 bei einem Großbrand in Oberkleen der Gebäudekomplex, in dem Al Schanaa rund 500 Quadratmeter angemietet hatte, völlig zerstört wurde. »Das war sehr sehr hart, da war Corona nichts gegen«, sagte er rückblickend. »Uns wurde damals alles genommen, außer unsere Leidenschaft, der Überlebenswille, die Kundenbindung und vor allem unsere gesammelte Erfahrung.« Sein größter Dank gilt dem Bürgermeister für dessen Hilfe bei der Grundstückssuche für den »Neustart«. August 2021 kaufte der Unternehmer das 2300 Quadratmeter große Grundstück am Ortsrand von Dornholzhausen. Hier wird nun ein Gebäudekomplex von über 1100 Quadratmeter entstehen, mit Werkhalle, Bürogebäude und Werkstatt. Die maximale Firsthöhe beträgt zehn Meter. Die energetische Ausstattung mit zwei Zisternen, Pelletsheizung mit Scheitholz-Verbrennung, einem begrünten Dach, Solaranlage und sogar einer Betonkernaktivierung (das ist eine innovative Methode zum Kühlen und Erwärmen von Gebäuden) in der Lagerhalle sind dem Bauherrn dabei hinsichtlich der Nachhaltigkeit wichtig. Das Bauvorhaben wird mit regionalen Partnern umgesetzt. »Es soll eine Art Oase entstehen, wo sich alle wohlfühlen und wir zukünftig auch weiterwachsen können.«

Reusch sprach von einem »agilen und zukunftsorientierten Unternehmen«. Er informierte, dass dieses Gewerbegrundstück erst jetzt, im Zusammenhang mit dem Neubaugebiet Blankweg und dessen Zuwegung, erschlossen werden konnte. »Rodi als richtiger Dornholzhäuser passt gut hierhin. Der Neubau verursacht auch keine Emissionen und ist wenig verkehrsbelastend«, betonte er und lobte: »Ich merke, wie hier alle mit Herzblut hinter der Sache stehen, für solche ortsansässigen Firmen tun wir sehr gerne etwas.« Al Schanaa sagte: »Ich danke allen Unterstützern für die Verwirklichung meines Traums.«

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