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»Eine tolle Ergänzung«

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Trotz schlechten Wetters war die Freude über den schönen neuen Spielplatz groß: Marius Reusch, Michael Gath, Jörg Schmidt und Heidi Tonhäuser (v. l.). © Rieger

Pünktlich zur bald beginnenden Freiluftsaison gibt es mitten im Ortskern von Cleeberg einen neuen Spielplatz.

Langgöns (imr). Die Kinder im Langgönser Ortsteil Cleeberg dürfen sich freuen. Denn pünktlich zur bald beginnenden Freiluftsaison gibt es mitten im Ortskern einen neuen Spielplatz. Er wurde auf dem Gelände der Kindertagesstätte »Regenbogen« am Biengartenweg angelegt. Es ist im Gegensatz zu früher, wo dieser Bereich ausschließlich Kindergartengelände war, jetzt ein öffentliches Spielgelände.

Der Langgönser Bürgermeister Marius Reusch (CDU) stellte ihn gemeinsam mit Michael Gath vom Bauamt sowie der Cleeberger Ortsvorsteherin Heidi Tonhäuser und Ortsbeiratsmitglied Jörg Schmidt vor.

»Das kann ein schöner Treffpunkt im Dorf werden, der Spielplatz passt zu dem ganzen Areal mit Feuerwehrhaus und Brunnenplatz«, freute sich der Rathauschef. Auch die Ortsvorsteherin zeigte sich sichtlich begeistert: »Es ist richtig toll geworden und harmoniert wunderbar mit der Wassergeschichte vor dem Feuerwehrplatz.«

Sie berichtete, dass der Bereich am Feuerwehrhaus schon seit längerer Zeit regelmäßig Treffpunkt von Familien mit Kindern sei. Da komme der neue öffentliche Spielplatz genau recht. »Das ist eine tolle Ergänzung; sehr schön ist auch, dass man auf dem geschlossenen Gelände die Kinder laufenlassen kann.« Ein Zaun grenzt den Spielplatz zur Straße ab, der Spielplatz kann durch eine Tür betreten werden.

Das neugestaltete Gelände, auf dem zuvor die Kindergartenkinder einige einfache Spielgeräte und ein selbst gestaltetes Hochbeet nutzen konnten, hat als Hauptattraktion ein langgezogenes Klettergerüst mit Rutsche und vielseitigen Aktivitätsmöglichkeiten bekommen. Eine Sitzgruppe mit zwei Bänken und einem großen Tisch sowie eine Vogelnestschaukel sind weitere Blickfänge.

Frischer Rollrasen

Frischer Rollrasen wurde verlegt, »wenn der in ein paar Wochen angewachsen ist, kann das Gelände für die Öffentlichkeit freigegeben werden«, informierte Michael Gath. Am Freitag, 29. April, soll es soweit sein.

Der Mitarbeiter des Bauamtes informierte auch über die Kosten: 90 000 Euro hat der neue Spielplatz gekostet, im vergangenen November starteten die Arbeiten, im März wurden sie abgeschlossen. »Das Konzept für den Spielplatz wurde gemeinsam mit dem Ortsbeirat und Eltern ausgearbeitet. Diese Vorgehensweise hat sich mittlerweile sehr bewährt«, betonte Marius Reusch. Es seien »einfache aber effektive Planungen«, die kostspielige Aufträge an ein Planungsbüro überflüssig machten. Er unterstrich auch, dass dieser neue Spielplatz der erste in einem Langgönser Ortsteil sei, der im Rahmen der Prioritätenliste für die Sanierung der gemeindlichen Spielplätze an der Reihe war. In den vergangenen Jahren seien ausschließlich Spielplätze im Ortsteil Lang-Göns saniert worden. »Mit der Fertigstellung möchten wir auch signalisieren, dass ein weiterer Spielplatz runderneuert wurde«, sagte er.

Der alte Kita-Spielplatz wurde bereits 2020/21 im Rahmen der Sanierung des rund 100 Jahre alten Gebäudes extra auf die andere Seite des Hauses verlegt.

Zum direkt angrenzenden Kita-Gelände wurde auf Wunsch der Kitaleitung ein Sichtschutz angebracht, damit der Betrieb nicht gestört wird. Heidi Tonhäuser glaubt jedoch, dass auf dem neuen Spielplatz erst dann Betrieb ist, »wenn die Kita geschlossen hat, also an Nachmittagen und am Wochenende«.

Neues Baugebiet

Der Bürgermeister blickte bereits in die Zukunft. Dann könnte möglicherweise am Ende des Biengartenwegs »perspektivisch ein neues Baugebiet angelegt werden«. Dazu würde der neue Spielplatz gut passen.

Auch Jörg Schmidt gefiel das Gelände, er hatte allerdings einen Kritikpunkt: »Hier wuchsen fünf Apfelbäume, die mein Urgroßvater Wilhelm Euler 1949 für seine Kinder, Enkel und Urenkel gepflanzt hat. Es ging ihm dabei nicht nur um die leckeren Äpfel, sondern auch um schöne Klettermöglichkeiten«, erzählte der Cleeberger.

Jetzt wurden alle Bäume gefällt, »das war ein Fehler«, ärgerte er sich. Sicherlich hätten nicht alle Bäume gerettet werden können, aber wenigstens einer wäre schön gewesen, meinte er. Der Bürgermeister versprach, einen neuen Baum anpflanzen zu lassen.

Nun muss nur noch das Wetter mitspielen: »Wir hoffen, dass bald der Frühling kommt und die Kinder dann den Spielplatz mit Leben füllen werden und viel Spaß haben«, sagte Marius Reusch.

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