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Erfolgreicher Abschluss sieht anders aus

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Ärger um stark frequentierten Feldweg in Espa.

Langgöns (red). Für eine Mogelpackung hält der Cleeberger Ortsbeirat die neueste Stellungnahme aus dem Rathaus zum Status Branntweinweg in Espa. Den Feldweg teilen sich zur Zeit täglich über 700 Pkw, Spaziergänger, Radfahrer und schwere landwirtschaftliche Fahrzeuge.

In der Presse werde von der Legalisierung der beliebten Pendlerstrecke berichtet, die in Wirklichkeit im Nirvana endet, so heißt es in einer Pressemitteilung. Selbst im Rathaus dürfte niemand anzweifeln, dass die Nutzer dieser Strecke nicht das Ziel »Espaer Sportlerheim« ansteuern, sondern auf dem schnellsten Weg Richtung Butzbach und Rhein-Main-Gebiet unterwegs sind. Wer aber dieses Ziel erreichen will, muss zwangsläufig Regeln missachten, da es für den letzten Wegabschnitt keine Genehmigung gibt. Offensichtlich war der letzte Griff in die Trickkiste, durch einen Wanderparkplatz am Sportlerheim die Zufahrt von der anderen Seite zu legalisieren, nicht von Erfolg gekrönt. Man muss sich die Frage stellen, ob der Bürgermeister ernsthaft dafür wirbt, einen Weg zu nutzen, auf dem man mit allen verkehrs- und versicherungsrechtlichen Konsequenzen ganz bewusst illegal unterwegs ist.

Unredlich

Es macht es auch nicht besser, wenn man darauf hinweist, dass es nur 150 Meter sind, die unerlaubter Weise überwunden werden müssen. Erst recht ist es in höchstem Maße unredlich, wenn sich Befürworter dieses Ausbaus darauf berufen, dass es ja schon immer so war und Verkehrsunfälle bisher ausgeblieben sind. Der Ortsbeirat ist der Meinung, dass eine Planung, die mittlerweile über Jahrzehnte Arbeitskraft gebunden und immense Planungskosten verschlungen hat, ein rechtssicheres Ergebnis haben muss. Der Abschluss dieses Straßenausbaus sieht so aus, dass es lediglich einen komfortablen Landwirtschafts- und Radweg gibt, der mit einem Sackgassenschild ausgestattet ist, nicht wirklich von Pendlern genutzt werden darf und weder dem Bedarf noch dem Zweck gerecht wird.

Die Umsetzung des Feldwegeprogrammes hatte die Erkenntnis gebracht, dass ein Feldweg billig und schnell zu bauen ist. Das hatte dazu geführt, dass auch der Ausbau des Branntweinweges in dieser Form beschlossen wurde. Ganz bewusst wurde in Kauf genommen, dass damit die Bedingungen für einen regelkonformen Ausbau mit Förderung nicht erfüllt wurden. Es sei nicht nachvollziehbar, dass der schwarze Peter jetzt Hessen Mobil zugeschoben werde und gleichzeitig viel zu hohe Ausbaukosten als Grund für das Scheitern der Legalisierung genannt würden. Der Ortsbeirat ist sich sicher, dass es das primäre Ziel war, dem leidigen Thema endlich einen Deckel aufzusetzen.

Alibifunktion

Bereits seit zwölf Jahren hatte es hierüber Streit gegeben im Langgönser Parlament. Beschlüsse für den Ausbau wurden gefasst und wieder einkassiert, Zusagen revidiert. Den Höhepunkt der Streitereien bildete 2015 der Rücktritt des Vorsitzenden des Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschusses. Aktuelle Bekundungen, mit neuen Plänen und Gesprächsterminen nachträglich eine Legalisierung erreichen zu wollen, sind höchst ambitioniert. Es falle schwer, nach den bisher gemachten Erfahrungen und den klar formulierten Vorgaben von Hessen Mobil, diesem Vorhaben eine Chance einzuräumen. Ebenso unwahrscheinlich sei, dass eine neue Variante für rund 400 000 Euro nachträglich genehmigt und der gerade fertiggestellte Ausbau für viel Geld zurückgebaut wird. Es dränge sich der Eindruck auf, dass man im Rathaus sehr wohl weiß, wie die Uhr tickt und die aktuellen Bemühungen eher eine Alibi-Funktion haben. Der Ortsbeirat ist sich sicher, dass sich auf dieser Strecke in den nächsten Jahrzehnten nichts mehr verändern wird, lässt sich aber sehr gerne eines Besseren belehren. Ein erfolgreicher Abschluss sieht anders aus.

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