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Feuerwehren sind im Notfall die Anlaufstation

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Von: Imme Rieger

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Wenn bei einem langen Stromausfall gar nichts mehr geht, sollen die Menschen zu den Feuerwehrhäusern gehen; hier das Gebäude in Niederkleen. Foto: Rieger © Rieger

Gemeindebrandinspektor Heckrodt erläuterte den Mitgliedern des Langgönser Haupt- und Finanzausschusses, dass für besondere Objekte oder Szenarien Alarm- und Einsatzpläne existieren.

Langgöns (imr). In seinem Bericht über die Gefahrenabwehr in Langgöns gab der Gemeindebrandinspektor Thomas H. Heckrodt den Mitgliedern des Langgönser Haupt- und Finanzausschusses neben vielen rechtlichen Informationen, der Darstellung der vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr und der Vorstellung des Bedarfs- und Entwicklungsplans auch einige praktische Tipps. So erläuterte er, dass für besondere Objekte oder Szenarien Alarm- und Einsatzpläne existieren.

Die Warnung der Bevölkerung erfolgt aktuell durch die Feuerwehr mittels Durchsagen. Flächendeckende Sirenenalarmierung für die Warnung der Bevölkerung sei nach den Erfahrungen im Ahrtal auf den Weg gebracht. Warnhinweise gibt es auch über Apps wie Katwarn, Hessenwarn oder Nina, im Internet und durch Gefahrendurchsagen/Bürgertelefon. Doch was tun, wenn tatsächlich ein längerer Stromausfall eintritt? Zu diesem Szenario machte Heckrodt klar, dass dabei auch die Pumpen, die zur Wasserversorgung notwendig sind, betroffen seien.

Es gibt dann kein Trinkwasser und das Handynetz sei unterbrochen, so dass Telefonieren über Festnetz und mobil nicht mehr möglich sei. In einer solchen Situation, wenn wirklich gar nichts mehr geht, sind die Feuerwehrgerätehäuser Anlaufstellen für die Bevölkerung, betonte der Gemeindebrandinspektor. Dies gelte für den gesamten Kreis Gießen.

Er wies im Hinblick auf Stromausfälle und eine Gasmangellage ausdrücklich auf den empfohlenen Notvorrat vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hin. Der sieht als Beispiel für einen zehntägigen Grundvorrat für eine Person einen Getränkevorrat von 20 l, Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln, Nudeln und Reis in einer Gesamtmenge von 3,5 kg, Gemüse und Hülsenfrüchte mit 4 kg, Obst und Nüsse mit 2,5 kg, Milch und Milchprodukte mit 2,6 kg, Fisch, Fleisch und Eier mit 1,5 kg sowie Fette und Öle mit knapp 400 g vor. »Die Feuerwehren sind in Problem- und Notfällen Anlaufstation«, unterstrich Thomas H. Heckrodt abschließend.

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