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Für frischen Wind sorgen

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Sie wollen den Kontakt zu den Langgönser Partnergemeinden intensivieren (v. l.): Jürgen Knorz, Anja Asmussen, Christian Ulm, Petra Fuchs, Barbara Arnheiter und Marius Reusch. Es fehlt Thomas Schmidt. Foto: Rieger © Rieger

Die Gemeinde Langgöns will gemeinsam mit dem neuen Vorstand des Partnerschaftsvereins den Kontakt zu ihren Partnerschaftsgemeinden weiterentwickeln und intensivieren.

Langgöns (imr). »Wir wollen die Kontakte zu unseren Partnergemeinden Sankt Ulrich im Pillertal und Clouange zukünftig weiterentwickeln und intensivieren«, brachte der Langgönser Bürgermeister Marius Reusch (CDU) das Thema auf den Punkt. Gemeinsam mit dem neuen Vorstand des Langgönser Partnerschaftsvereins stellte er die aktuellen Planungen vor und begrüßte die kürzlich neu gewählten Vorstandsmitglieder. Die wollen viel frischen Wind und konstruktive Ideen in die Beziehungen zu den beiden Gemeinden in Österreich und Frankreich bringen. Der Verein wurde 1992 gegründet und kann somit in diesem Jahr auf sein 30-jähriges Bestehen blicken. Er hat derzeit rund 110 Mitglieder.

»Es ist wichtig, jetzt, nach der langen Zeit der Pandemie, wieder attraktive Angebote zu machen. Wir wollen für unsere Partner aus Tirol und dem ehemaligen Lothringen gute Gastgeber sein«, betonte der Rathauschef. Er dankte dem alten Vorstand ausdrücklich, auch im Namen der neuen Vorstandsmitglieder, für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. »Ich freue mich sehr über die Zusammensetzung des neuen Vorstands«, sagte er. Denn die neue 1. Vorsitzende Petra Fuchs stammt aus St. Ulrich. 2010 heiratete sie einen Langgönser und lebt seitdem hier, mitten in Hessen. »Das ist ein Ergebnis der 30-jährigen Partnerschaft«, scherzte sie und erinnerte daran, dass sie sich seinerzeit nach der standesamtlichen Trauung im Langgönser Rathaus sogar ins Goldene Buch der Gemeinde eintragen durfte, was Ausdruck des hohen Stellenwerts dieser Hochzeit war.

Bindeglied

Als ihr Stellvertreter im Vorstand wurde Thomas Schmidt wiedergewählt. Neue Schriftführerin ist Anja Asmussen. Als neue Beisitzer wurden Barbara Arnheiter, Christian Ulm und Jürgen Knorz vom Vorstand benannt. Knorz ist auch neuer kommissarischer Kassenwart. Barbara Arnheiter ist die Tochter von Manfred Boida, dem Langgönser Unternehmer, der die Partnerschaft zwischen St. Ulrich und Langgöns begründet hatte. »Aus einer kleinen, zufälligen Begegnung ist eine riesengroße Freundschaft geboren und seit 1966 so gewachsen, dass vor 30 Jahren sogar ein Zweigwerk der Firma Boida in St. Ulrich gegründet wurde«, erinnerte die damalige Bürgermeisterin von St. Ulrich, Brigitte Lackner, bei ihrem Besuch in Langgöns 2019. Die Kontakte der Familie Boida nach St. Ulrich sind nach wie vor eng. »Wir wollen als Verein Bindeglied zwischen den Partnergemeinden in Österreich, Frankreich und der Gemeinde Langgöns sein und heimische Vereine bei ihren geplanten Besuchen in den Partnergemeinden organisatorisch unterstützen, ganz klar so, wie es auch in der Satzung steht«, machte die neue 1. Vorsitzende klar. So steht es auch auf der Homepage: »Wir verstehen uns als Bindeglied zum Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Politik der jeweiligen Gemeinden, basierend auf den gemeinschaftlichen europäischen Werten.« Der Bürgermeister ergänzte: »Im Kern soll der Partnerschaftsverein, ähnlich wie ein Förderverein, die gemeindlichen Partnerschaften unterstützen, wobei idealerweise eine enge Zusammenarbeit und eine gute Abstimmung zwischen der Gemeinde Langgöns und dem Verein stattfinden sollte.«

Fahrt und Treffen

Für dieses Jahr ist vom 15. bis 18. September eine Fahrt nach St. Ulrich für alle Mitglieder und solche, die es werden wollen, geplant. Die Partnergemeinde hat rund 1800 Einwohner und liegt sehr idyllisch im Bezirk Kitzbühel im österreichischen Tirol. Auf der Homepage des Vereins können sich interessierte Langgönser unter www.partnerschaftsverein-langgoens.de bis zum 18. August anmelden. Ende Oktober wird eine Delegation aus St. Ulrich mit dem neuen Bürgermeister Martin Mitterer und seiner langjährigen Vorgängerin Brigitte Lackner an der Spitze zu einem offiziellen Besuch nach Langgöns kommen.

»Auch die Kontakte in unsere französische Partnergemeinde Clouange sollen intensiviert werden, wir hoffen, dass es noch in diesem Jahr in irgendeiner Form zu einem Treffen kommt«, berichtete Petra Fuchs. Martin Hanika kümmere sich als Beauftragter des Vereins um die Kommunikation mit den französischen Freunden. »Es ist ihm ein Herzensanliegen«, verriet die Vorsitzende. Die französische Gemeinde hat rund 3600 Einwohner und liegt im Departement Moselle im ehemaligen Lothringen.

Marius Reusch erinnerte auch daran, dass kurz vor Ausbruch der Pandemie eine Chorfahrt für Mitglieder aller Chöre der Gemeinde Langgöns in die Partnergemeinden in Planung war. Dies sei dann »alles 2020 steckengeblieben«. Er kann sich vorstellen, dass dieses Vorhaben demnächst wieder aufgegriffen wird. »Wir freuen uns schon jetzt auf viele schöne Begegnungen mit den Menschen aus unseren Partnergemeinden«, sagte der Bürgermeister.

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