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Gelungene Abwechslung geboten

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Die Ukrainehilfe Langgöns unternahm mit Flüchtlingen eine Fahrt zum Freizeitpark. © Wißner

Langgöns (twi). Strahlende Kinderaugen gab es bei der von der Ukrainehilfe Langggöns organisierten Fahrt in den Freizeitpark Lochmühle in Wehrheim.

Ehemalige des Arbeitskreises Leben nach Tschernobyl in der evangelischen Kirchengemeinde Lang-Göns hatten unmittelbar nach Kriegsausbruch eine Ukrainehilfe ins Leben gerufen, um vor allem Kriegsflüchtlingen aus dem gut 40 Kilometer von Kiew entfernt gelegenen Borispol und Umgebung zu helfen (der Anzeiger berichtete). Auch über seine offizielle Auflösung nach 31 Jahren im vergangenen Jahr war der Kontakt zur Tschernobyl-Region und hier vor allem mit Borispol keinesfalls abgerissen. So war es geradezu selbstverständlich, hier Hilfe zu leisten. Pfarrer i. R. Eberhard Klein konnte zur Fahrt in den Freizeitpark 18 Mütter mit Kindern zwischen zwei und 19 Jahren, fünf Quartiergeber als Begleitpersonen und Lukas Krause als Dolmetscher zur Busfahrt begrüßen. Zudem waren noch zwei Privat-Pkw nach Wehrheim unterwegs, um auch Kleinkindern den Besuch der Lochmühle so zu ermöglichen.

Ziel der Reise war es zum einen, den Kindern in der letzten Osterferienwoche und so auch vor Beginn des Schulbesuchs eine gelungene Abwechslung zu bieten, und vor allem aber auch Geflüchteten den Kontakt zu anderen Geflüchteten zu ermöglichen. Klein legt hier auch viel Wert darauf. Geflüchteten aus Borispol mit anderen Geflüchteten, die auch in Langgöns eine Unterkunft gefunden haben, die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme und Vernetzung zu schaffen. Dies diene auch dazu, gemeinschaftliche Lösungen bei Problemen im Alltag zu finden und das Miteinander zu stärken. Hier kann Klein auch auf ein »eingespieltes Team« zurückgreifen, denn bei vielen Quartiergebern handelt es sich um ehemalige Aktive des Arbeitskreises Leben nach Tschernobyl. Der im Fauerbacher Weg eingerichtete begehbare Kleiderschrank hat eine Veränderung erfahren, ist ab sofort nur noch montags und freitags von 16 bis 17 Uhr geöffnet. In der Lochmühle standen bei den Kindern und Jugendlichen Riesen-Rutsch, Baustelle, Western-Eisenbahn, Minigolf, Streichelgehege und Steinhaufen hoch im Kurs. Ein besonderer Dank galt nach der Rückkehr dem Busunternehmen Schwalb, das preislich die Aktion der Ukrainehilfe unterstützt hatte, dem Krisenstab der Gemeinde und allen Spendern, die all dies überhaupt erst ermöglicht hatten. Für zweckgebundene Spenden hat die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Lang-Göns ein Spendenkonto eröffnet: DE81513900000015380004 - Vermerk: »Ukraine - Hilfe für Kriegsflüchtlinge aus Borispol und Umgebung«.

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