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Korrekturen nötig

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Die rot eingekreisten Flächen im Kernort Lang-Göns sollen zukünftig nicht mehr für Gewerbe vorgesehen sein, die blau eingekreiste Fläche soll als Gewerbefläche ausgewiesen werden, der gelbe Kreis um den »Magna Park« weist darauf hin, dass hier eine Korrektur im Plan erfolgen muss. Screenshot: Rieger © Imme Rieger

Änderungen im Regionalplan Mittelhessen beschäftigen den Bauausschuss Langgöns. Die Gemeinde muss eine Stellungnahme abgeben.

Langgöns (imr). Der Teilbereich der Gemeinde Langgöns im Entwurf des Regionalplans Mittelhessen 2022 wurde im Bauausschuss beraten. Die Gemeinde muss hierzu im Rahmen der Beteiligung eine Stellungnahme abgeben.

Es ging für die Ausschussmitglieder im Wesentlichen darum, zu vergleichen, was sich im neuen Entwurf gegenüber des aktuell gültigen Regionalplans von 2010 geändert hat.

Martin Bramer vom Bauamt der Gemeinde hat die wesentlichen Punkte, die in die Stellungnahme aufgenommen werden sollen, bereits aufgelistet und stellte sie mit Bürgermeister Marius Reusch (CDU) dem Gremium vor. Darunter sind einige Korrekturen in der Kartendarstellung, die im Planungsentwurf nicht richtig wiedergegeben werden.

Im Bestand

So sind beispielsweise im Bereich »Magna Park« einige Flächen noch als »Vorranggebiete für Industrie und Gewerbe in Planung« verzeichnet, hier müssten für den Gesamtbereich jedoch die Bezeichnung »Vorranggebiete Industrie- und Gewerbefläche Bestand« eingetragen werden.

Denn sämtliche Flächen im »Magna Park« sind inzwischen im Bebauungsplan rechtskräftig im Bestand.

Im Kernort Lang-Göns wurde neben einer vorgesehenen Gewerbefläche »Hinter dem Brauhaus« am Ortsausgang in Richtung Hochelheim und einer Fläche östlich der Ortslage in Richtung Holzheim auch eine Fläche westlich des Gewerbegebietes »Perchstetten« als Vorrangfläche für Gewerbe herausgenommen. Südlich des Gewerbegebiets »Perchstetten« wurde eine neue Fläche stattdessen aufgenommen. Die beiden Änderungen, die den Bereich »Perchstetten« betreffen, hatten die gemeindlichen Gremien bei früheren Beratungen befürwortet, weil die Bodenqualität südlich des Gewerbegebiets schlechter ist als westlich davon. Die Landwirte hatten sich deshalb seinerzeit ausdrücklich gegen eine Ausweitung des Gewerbegebietes nach Westen ausgesprochen. Die ehemalige Vorrangfläche für Gewerbe westlich von »Perchstetten« ist jetzt eine Vorbehaltsfläche für Landwirtschaft. »Es freut mich, dass das RP auf unsere Vorschläge eingegangen ist, das ist nicht selbstverständlich«, betonte Bürgermeister Marius Reusch (CDU). Er informierte auch, dass die Gemeinde maximal zwölf Hektar ihrer Fläche für Gewerbegebiete vorhalten darf. Gerald R. Dörr (SPD) kündigte einen Antrag an, in dem die SPD daraufhin wirken wird, auf sämtliche Erweiterungsflächen im Bereich von »Perchstetten« zu verzichten. »Es soll auf die Flächen verzichtet werden, wir goutieren es nicht als SPD, hier gibt es auch Feldhamster«, unterstrich er. Damit stellt sich die SPD konträr zu dem Punkt im Beschlussvorschlag, in dem die südlich von »Perchstetten« ausgewiesene neue Gewerbefläche »ausdrücklich befürwortet« wird.

Radschnellwege

Konsens herrschte hingegen beim Punkt, die Radschnellwegverbindungen zwischen Gießen und Linden weiter über Langgöns in Richtung Butzbach und weiter nach Südhessen zu führen und diese entsprechend in den Plan aufnehmen zu lassen.

Wegen der Komplexität des Themas einigten sich die Ausschussmitglieder einvernehmlich darauf, weiter in den Fraktionen zu beraten und den Punkt ohne Beschlussempfehlung in die Gemeindevertretung zu verweisen.

In deren Sitzung am 17. Februar könnte dann beraten werden, ob eine Abstimmung erfolgen soll oder erneute Sitzungen anberaumt werden müssen.

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