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Mehr Schutz durch Starkregen-Risikomanagement

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Von: Imme Rieger

Langgöns (imr). Die Starkregenereignisse der vergangenen Jahre in Langgöns haben gezeigt, dass Starkregen jeden betreffen kann. Laut Expertenaussagen nehmen solche Ereignisse zu, verursachen hohe Schäden und sind eine Gefahr für Leib und Leben. Die Gemeinde Langgöns hat aus diesem Grund gemeinsam mit der Firma Geomer GmbH aus Heidelberg und mit Hilfe von Fördermitteln der Landes Energie Agentur Hessen ein Starkregenrisikomanagement entwickelt.

Die dabei erstellten Starkregengefahrenkarten sind Grundlage zur Planung von Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Infrastruktur. Sie werden am Montag, dem 16. Januar, um 19 Uhr im Bürgerhaus Lang-Göns vorgestellt.

Gefährdungen identifizieren

Auf Basis dieser Starkregenkarten soll es für die Gemeinde Langgöns und ihre Bürgerinnen und Bürger möglich sein, Gefährdungen im öffentlichen und privaten Bereich zu identifizieren. Dies bietet auch den Grundstückseigentümern die Möglichkeit, sich über die Gefahrenlage für ihr Grundstück zu informieren, so dass im Vorfeld eines Starkregens entsprechende Vorkehrungen getroffen werden können.

Die Karten dienen also in erster Linie der Katastrophen-Prävention. Die Starkregenkarten der Gemeinde Langgöns sind ab sofort unter www. starkregengefahr.de zu finden. Hier sind detailgenau, pro Haus, die animierten Überflutungstiefen und auch die Wege zu sehen, die das Wasser aller Voraussicht nach mit der entsprechenden Fließgeschwindigkeit nehmen wird. Die nicht animierten Karten werden auf der Homepage der Gemeinde zum Download bereitgestellt. Ein »außergewöhnliches Starkregenereignis« mit 60 mm Niederschlag pro Stunde und ein »extremes Starkregenereignis« mit 120 mm pro Stunde werden dort dargestellt. »Wenn also ein Haus in einem der eingefärbten Bereiche liegt, ist es ein Hinweis, dass es bei solchen Starkregenereignissen in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Ob dies dann tatsächlich eintritt, ist von Haus zu Haus unterschiedlich und muss jeweils individuell eingeschätzt werden«, so die Langgönser Klimaschutzmanagerin Susanne Müller.

Während der Bürgerversammlung im Januar werden die Grundlagen von Starkregenereignissen und die Ergebnisse der Karten näher erläutert. Dort gibt es dann umfangreiche Infos und eingehende Erklärungen von Experten, die für Fragen zur Verfügung stehen. Auch wird über Möglichkeiten informiert, welche Vorkehrungen für den Katastrophenfall zu treffen sind.

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