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Olaf Bening folgt auf Thorsten Rühl

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Erhard Mank (2. v. r.) wurde für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt, es gratulierten (v. l.) Marius Reusch, Olaf Bening und Thorsten Rühl. © Rieger

Langgöns (imr). Stabwechsel an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr Espa: Thorsten Rühl kandidierte nach 23 Jahren aus zeitlichen Gründen nicht mehr für das Amt des ersten Vorsitzenden. Zu seinem Nachfolger wurde Olaf Bening gewählt. Als zweiter Vorsitzender wurde Guido Linkmann im Amt bestätigt. Auch Christina Pabst wurde als Kassenwartin wiedergewählt, ebenso wie Schriftführer Alexander Mank und die Beisitzer Sebastian Pabst und Jenny Schaller-Papst.

Neue Beisitzer sind Kim-Marie Rühl und Thorsten Rühl, der damit dem Vorstand erhalten bleibt. Er wurde auch zum neuen Wehrführer gewählt, der bisherige Wehrführer Philipp Mank ist jetzt sein Stellvertreter. Neuer Kassenprüfer ist Matthias Guckelsberger. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.

Thorsten Rühl wird sich zukünftig verstärkt der Jugendarbeit widmen und damit Miniwartin Kim-Marie Rühl und Jugendwartin Jenny Schaller-Papst unterstützen. »Das ist eine Riesenarbeit, aber der Zuspruch ist da und zeigt, dass wir auf einem richtigen und guten Weg sind, das Pflänzchen zu pflegen«, sagte er. Seit Anfang 2021 gibt es in Espa jeweils eine eigenständige Minigruppe und eine Jugendgruppe. Sechs Kinder sind aktiv und nahmen an den Übungen der Minifeuerwehr teil, unter anderem lernten sie, Hydranten-Schilder zu lesen und hatten viel Spaß bei verschiedenen Wasserspielen. Auch ein Erste-Hilfe-Kurs für Kinder wurde durchgeführt, dabei lernten die Kinder viele Verhaltensweisen, die bei einem Ersthelfereinsatz wichtig sind. Diese Art der Übung soll jährlich wiederholt werden. Die Jugendfeuerwehr hat aktuell insgesamt acht Kinder und absolvierte teilweise das gleiche Programm wie die Minis.

675-Jahr-Feier steht für dieses Jahr an

Die anhaltende pandemische Lage hat ein aktives Vereinsgeschehen auch im vergangenen Jahr nicht zugelassen, bedauerte Rühl in seinem Jahresbericht. Er dankte allen, die die Feuerwehr in irgendeiner Art und Weise unterstützen, insbesondere Christa und Erich Guckelsberger. In diesem Jahr steht in Espa die 675-Jahr-Feier an, die von der Freiwilligen Feuerwehr unterstützt wird. Dabei soll die Arbeit der Feuerwehr anhand einer Übung präsentiert werden. Weitere eigene Veranstaltungen sind für 2022 nicht geplant.

Thorsten Rühl dankte am Ende seines letzten Berichtes als erster Vorsitzender allen, die ihn in den 23 Jahren in irgendeiner Form unterstützt haben und den Vorstandsmitgliedern für die »immer sachlichen und konstruktiven Sitzungen«. Den Vereinsmitgliedern galt sein Dank für das entgegengebrachte Vertrauen, vor allem aber dankte er seiner Familie, »die mir die Freiräume hierfür gegeben hat«. Seinem Nachfolger wünschte er viel Erfolg und »eine ebenso tolle Unterstützung wie ich sie erfahren durfte«.

Drei Brandeinsätze

Wehrführer Philipp Mank berichtete aus der Einsatzabteilung: 16 aktive Mitglieder engagieren sich. Mit sechs Einsätzen war 2021 ein ruhiges Jahr, im Vorjahr waren es noch 13 Einsätze gewesen. Dreimal musste die Wehr aus Espa Hilfeleistung geben, dreimal galt es einen Brand zu löschen. Schwerwiegende Lagen waren glücklicherweise nicht dabei. Ein besonderes »Highlight« war eine Tierrettung, bei der sich ein Biber im Garten eines Wohnhauses verirrt hatte. Er wurde gefangen und in die Veterinärklinik nach Gießen gebracht, wo er aufgrund eines schwer gebrochenen Beines jedoch eingeschläfert werden musste. Aufgrund der Pandemie gab es keine ortsteilübergreifenden Übungen. »Sie sind sehr wichtig, da sich dadurch größere Szenarien abbilden und zum Beispiel die Koordination mit anderen Wehren üben lassen«, betonte Mank. In diesem Jahr hat die erste ortsteilübergreifende Übung bereits stattgefunden. Sein Dank galt allen Unterstützern, insbesondere Thorsten Rühl.

Erhard Mank wurde für 50-jährige Mitgliedschaft von Thorsten Rühl und Olaf Bening geehrt. Bürgermeister Marius Reusch überbrachte die Grüße der Gemeindegremien, dankte Thorsten Rühl, gratulierte dem neuen Vorstand und lobte die erfolgreiche Jugendarbeit. Gemeindebrandinspektor Thomas H. Heckrodt begrüßte die »Umschichtung« im Vorstand, »ihr habt die richtigen Schwerpunkte gesetzt, aus dem zarten Pflänzchen der Jugendarbeit wird jetzt eine Pflanze, die Arbeit zahlt sich aus und lohnt sich«. Auch Ortsvorsteher Volker Rühl dankte dem alten Vorstand und wünschte dem neuen alles Gute. »Die Bürger sind froh, dass es die Feuerwehr in Espa gibt und sich hier etwas tut.«

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