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»Ortsteile mit öffentlichen Ladesäulen ausstatten«

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Die SPD-Fraktion Langgöns ist auch weiterhin sehr aktiv in Sachen Umwelt- und Naturschutz.. So lehnt sie beispielsweise die Erweiterung des Gewerbegebietes Perchstetten / Lützelwiesen ab

Langgöns (red). Die SPD-Fraktion Langgöns ist auch weiterhin sehr aktiv in Sachen Umwelt- und Naturschutz. In einer gemeinsamen Pressemitteilung haben die Fraktionsvorsitzende Anja Asmussen, die beiden stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Gerald R. Dörr und Prof. Dr. Axel Wehrend sowie Fraktionsvorstandsmitglied Dominik Debus die neuesten Initiativen erläutert.

Mit einem Antrag wird der Gemeindevorstand beauftragt, in Sachen Treibhausgasneutralität das Tempo zu erhöhen und das Jahr 2040 als Ziel anzuvisieren. »Der Klimawandel beschleunigt sich ständig und wir müssen unsere Anstrengungen zugunsten der Erde und zukünftiger Generationen verstärken«, begründet Debus.

Ein wichtiger Baustein zur Klimaneutralität sei auch das Radfahren. »Wir wollen deshalb eine Anbindung an den Radschnellweg ›FrankfurtRheinMain6‹, der in Butzbach beginnt«, erklärt Asmussen einen weiteren Antrag, der auf eine Anbindung von Langgöns an diesen Radschnellweg zielt. »Damit können wir die Nutzbarkeit des Fahrrads für den Alltagsverkehr verbessern und einen wichtigen Beitrag zur CO2-Einsparung leisten« ergänzt die Fraktionsvorsitzende.

Auf eine stärkere Nutzung der E-Mobilität zielt eine Anfrage an den Gemeindevorstand. Die SPD hatte im schon 2020 einen Antrag gestellt, in jedem unversorgten Ortsteil einen geeigneten Standort für eine öffentliche Ladesäule zu identifizieren, die Ortsbeiräte einzubinden und öffentliche Fördertöpfe sowie Förderprogramme der örtlichen Stromversorger zu identifizieren. »Leider ist da bisher wenig passiert« bemängelt Debus. »Bei Umwelt- und Energiethemen müssen wir aus vorgenannten Gründen einfach mehr Gas geben«.

Mit einer weiteren Anfrage wollen die Sozialdemokrat*en den Sachstand hinsichtlich Ausgleichsmaßnahmen in Baugebieten erfahren. »Wir haben zu dem Thema zuletzt nichts mehr gehört. Die Erfassung aller Daten sollte aber bis Ende 2021 fertig sein«, erklärt Wehrend. »Wir brauchen dringend den Sachstand zur Aufklärung unterlassener Ausgleichsmaßnahmen und die Einleitung von Maßnahmen zur Kompensation von Eingriffen in Natur und Landschaft. Und wir wollen sichergestellt haben, dass sich diese Versäumnisse nicht wiederholen.«

Schließlich fordern die Genossen den Verzicht auf eine Erweiterung des Gewerbegebietes Perchstetten / Lützelwiesen sowie einer Ausweisung von neuen Flächen im gegenüber liegenden Bereich Steinacker. Dörr begründet die Ablehnung wie folgt: »Dem in Offenlage befindlichen Regionalplan ist zu entnehmen, dass die geprüften Flächen schon aufgrund der erheblichen zu erwartenden Umweltauswirkungen für die Ausweisung eines Gewerbegebietes ungeeignet sind. Alle Flächen sind Teil eines zusammenhängenden großräumigen Populationsraumes für den streng geschützten Feldhamster, der unter anderem auch einen genetischen Austausch der Bestände ermöglichen und sicherstellen soll. Darüber hinaus handelt es sich um ertragssichere und damit für die Landwirtschaft wertvolle Böden. Wir lehnen deshalb Gewerbeflächen in diesen Bereichen entschieden ab und hoffen darauf, für diesen Antrag eine Mehrheit in der Gemeindevertretung zu bekommen. »

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