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PC-Café startet in Kürze wieder

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Heinz Gischler © Imme Rieger

Langgöns (imr). Der SPD-Antrag, Senioren Informationen und Hilfestellungen zur Durchführung von Videokonferenzen zu geben, war Thema im Langgönser Sozialausschuss. Dr. Michael Buss (Grüne) hatte den Antrag für CDU und Grüne dahingehend ergänzt, auch PC- und Smartphonenutzung mit einzubeziehen, was der Ausschussvorsitzende Gerald R. Dörr (SPD) lobte.

Rudolf Seitz, der Sprecher des Langgönser Seniorenbeirates, und sein Stellvertreter Heinz Gischler aus Cleeberg stellten die bereits bestehenden und demnächst geplanten Aktivitäten vor.

Das vor einigen Jahren vom ehemaligen Sprecher des Seniorenbeirats, Hans-Ulrich Theiss, gegründete PC-Café in der Seniorenwerkstatt wird nach der Corona-Pause in Kürze wieder an jedem zweiten und vierten Mittwoch im Monat starten. Hier können Senioren in größerer Runde geschult werden. Einmal monatlich soll es eine PC-Sprechstunde für individuelle Beratungen geben.

Für das zweite Halbjahr 2022 sind drei Vorträge geplant. »Rund um das Smartphone« lautet das erste Thema. Erst gibt es einen theoretischen Teil, in dem erläutert wird, welche Möglichkeiten dieses Gerät bietet, im zweiten Teil folgen konkrete praktische Tipps.

Weitere Vortragsthemen sind »Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen« in Kooperation mit zwei Rechtsanwälten und der Sparkasse und »Enkeltricks und artverwandte Delikte«. Hierzu wird Heinz Gischler als ehemaliger Polizist referieren. Er ist seit 2015 Sicherheitsberater der Gemeinde für die Langgönser Senioren. Kürzlich hat er eine »PC-Selbsthilfegruppe« an seinem Wohnort in Cleeberg ins Leben gerufen.

»15 Leute hatten spontan Interesse, wir sind alle keine großen Spezialisten, aber alle zusammen können wir Probleme lösen.« Die Idee dazu hatte er, als er erfuhr, dass die Unterlagen für die geplante Neuberechnung der Grundsteuer von Hausbesitzern nur noch online über das Elster-Programm der Finanzverwaltung an die Behörde geschickt werden können. Mit einem Schreiben im Kirchenblättchen der evangelischen Kirchengemeinde Cleeberg hat er Werbung für seine Idee gemacht. »Geht es euch auch so?«, lautete die Überschrift. Der Cleeberger berichtete weiter, dass ihm während seines Berufslebens PC und Smartphone sehr vertraut waren und er im Austausch mit Kollegen alle Probleme lösen konnte. Heute, im Ruhestand, würden ihm manche Neuerungen oder Änderungen nicht auffallen, »manchmal habe ich Angst und frage mich, ist mein PC gehackt?« Zukünftig will er sich mit Gleichgesinnten in geselliger Runde, zum Beispiel im Alten Rathaus in Cleeberg, treffen, um bei Kaffee und Kuchen anstehende Probleme zu besprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. In der Gruppe könnten auch Projekte durchgeführt werden, wie beispielsweise alte Fotos vom Dorfleben zu digitalisieren oder ein Fotobuch anzulegen.

Fragen, wie sich Apps sinnvoll nutzen lassen, könnte man gemeinsam leichter angehen, »und der Spaß soll auch nicht zu kurz kommen«, betonte der Initiator. »Die Digitalisierung wird weiter voranschreiten, bleiben wir am Ball und auf dem neuesten Stand«, appellierte er.

Die Mitglieder des Sozialausschusses und der Bürgermeister zeigten sich total begeistert von seiner Initiative. Wenn das Interesse an diesem Format groß sei, könnte man es gegebenenfalls auch in anderen Ortsteilen angehen, sagte Rudolf Seitz. Foto: Rieger

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