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Psychotherapiepraxis kommt

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In der ehemaligen Verwaltungsstelle Cleeberg (r., mit grünem Schild) wird bald eine Praxis für Psychotherapie ansässig sein, über die zukünftige Nutzung der ehemaligen Volksbankfiliale links daneben wird noch beraten. © Rieger

Die ehemalige Verwaltungsstelle Cleeberg wird nach langem Leerstand wieder genutzt Eine Psychotherapiepraxis wird dort zukünftig beheimatet sein.,

Langgöns (imr). In Cleeberg soll die ehemalige Volksbank- Filiale und die ehemalige Verwaltungsstelle Cleeberg, die sich beide in separaten Räumlichkeiten im Gebäude neben dem Bürgerhaus befinden, nach vielen Jahren des Leerstands wieder genutzt werden. Die Gemeinde Langgöns hat die Liegenschaft gekauft, für die Räumlichkeiten der früheren Verwaltungsstelle liegt aktuell eine Anfrage zur Anmietung vor: Einstimmig votierten der Ortsbeirat Cleeberg und der Bauausschuss dafür, dass eine Psychotherapiepraxis, die bereits in Cleeberg ansässig ist, dort zukünftig beheimatet sein kann.

Beratungsbedarf

Hintergrund ist, dass die Vitos MVZ gGmbH als Trägergesellschaft in Pohlheim ein ausschließlich psychotherapeutisches Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) gründen will.

Dieses MVZ soll um eine Zweigpraxis für psychotherapeutische Behandlungen in Cleeberg erweitert werden. Dafür übernimmt die Vitos GmbH den kassenärztlichen Sitz der dort bereits ansässigen Therapeutin. So steht es in den Sitzungsunterlagen.

Für das angrenzende ehemalige Gebäude der Volksbank Mittelhessen besteht in den beiden Gremien weiterhin Beratungsbedarf, wie die zukünftige Nutzung aussehen könnte.

Eine Vermietung ist hier nicht geplant, vielmehr könnte ein Teil der Räumlichkeiten durch die Bücherei, die sich momentan in einem Raum in der oberen Etage des benachbarten Bürgerhauses befindet, genutzt werden.

In einem weiteren Teil könnte eine Begegnungsstätte in Form eines Cafés, gerne in Kooperation mit dem Seniorenbeirat eingerichtet werden, interessierte Frauen aus Cleeberg würden sich hier einbringen wollen. Auch Vereine, die über keine eigenen Räumlichkeiten verfügen, dazu gehören in Cleeberg beispielsweise der Freundeskreis für Brauchtum und Geschichte, der VdK und die Nabu-Ortsgruppe, könnten hier Treffen abhalten, Unterlagen deponieren oder Exponate ausstellen.

Auch der Seniorenbeirat in Cleeberg ist sehr aktiv und würde die Räumlichkeiten gerne für Schulungen zu den Themen IT-Support und Sicherheit nutzen.

Mara Ziegel, Mitarbeiterin der Bücherei Cleeberg, betonte: »Einen gut sichtbaren und gut erreichbaren Raum für so etwas Essenzielles wie die Bücherei und Veranstaltungen zu haben, wäre schön.« Der jetzige Raum der Bücherei im Obergeschoss des Bürgerhauses würde dann frei und könnte anderweitig genutzt werden. Die Kombination von Bücherei und Cafénutzung begrüßte Bürgermeister Marius Reusch (CDU): »Das könnte sich gut ergänzen. Einen Träger, der das Café als Kernnutzung anbietet, fände ich sehr charmant.«

Speicher ausbauen

Mit einem reinen zusätzlichen Vereinszimmer tue er sich schwer, weil es dafür in Cleeberg genug Alternativen gebe. Die Cleeberger Ortsvorsteherin Heidi Tonhäuser (SPD) plädierte ebenfalls für eine Mehrfach-Nutzung: »Die Bücherei ist wichtig und gut, hat aber eine geringe Frequentierung, die ganze Fläche für die Bibliothek vorzusehen wäre überdimensioniert.« Reusch schlug vor, im Ortsbeirat zu beraten, wie die verschiedenen Räumlichkeiten von verschiedenen Akteuren genutzt werden können und wies darauf hin, dass auch der Speicherraum unterm Dach noch ausbaufähig sei. Hierzu sagte Jürgen Knorz (CDU): »Der Speicherraum kann voll ausgebaut werden. Der Geschichtsverein könnte ihn nutzen. Der Ausbau macht eine Investition erforderlich, die hoffentlich über das Dorferneuerungsprogramm IKEK abgerechnet werden kann.« Ortsbeiratsmitglied

Jörg Schmidt (FW), der auch Vorsitzender des Geschichtsvereins ist, meinte dazu schmunzelnd: »Ich habe schon ein Auge darauf geworfen.«

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