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Schäden an der Brücke »Mandlerweg« größer als erwartet

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Von: Imme Rieger

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Die Brücke im Mandlerweg bei Dornholzhausen wurde bis auf das Fundament abgerissen. Die Bauarbeiten zum Brückenneubau werden sich voraussichtlich bis zum Ende des Jahres verzögern. Foto: Rieger © Rieger

Die Sanierung der Brücke im »Mandlerweg« im Ortsteil Dornholzhausen kostet derzeit rund 80 000 Euro mehr als geplant.

Langgöns (imr). In der Sitzung des Langgönser Haupt- und Finanzausschusses kündigte Bürgermeister Marius Reusch (CDU) an, den Haushaltsplan 2023 in der Sitzung der Gemeindevertretung am 3. November einbringen zu wollen. Die Beratung soll am 28. November stattfinden, und der Beschluss ist für den 15. Dezember geplant. Er bot bereits jetzt seine Unterstützung an, wenn die Fraktionen Beratungsbedarf hätten. Die IKEK-Maßnahmen wurden in Abstimmung mit Bauamtsleiter Jan Schäfer auf Basis der vorliegenden Werte bereits in den Entwurf eingearbeitet. Der Gemeindevorstand wird noch im September im Rahmen einer Klausurtagung zu Themen des Haushaltes beraten.

Die Sanierung der Brücke im »Mandlerweg« im Ortsteil Dornholzhausen kostet derzeit rund 80 000 Euro mehr als geplant. Ursache dafür sind die Brückenwiderlager und Auflagebänke, die sich bei den Ausschachtungsarbeiten als marode und brüchig herausgestellt haben. Dies sei umso ärgerlicher, informierte Reusch, weil ein Statiker vorher das Bauwerk begutachtet hatte und die Schäden offensichtlich nicht bemerkte, weil diese tiefreichend im Bauwerk sind und weder bei Planung und Prüfung erkannt werden konnten. »Glück im Unglück ist, dass das Fundament in der Sohle soweit intakt ist, dass es für den Aufbau zu nutzen ist«, berichtete der Rathauschef. Die maroden Widerlager und Auflagebänke wurden bis auf die Fundamente abgebrochen und sollen nach neuestem Stand erneuert werden. Um eine nachhaltige Instandsetzung der Brücke zu gewährleisten, seien diese Maßnahmen unabdingbar. Die Bevölkerung wurde bereits informiert, dass es durch die Mehrarbeit zu Verzögerungen im Bauplan kommt, die einen Zeitraum von rund drei Monaten umfassen. »Wir hoffen jetzt, dass die Brücke Ende des Jahres fertig ist. Die Brücke muss wiederhergestellt werden, wir haben keine Wahl«, sagte Reusch. Falls bei der Instandsetzung weitere Mehrkosten anfallen, sollen diese ebenfalls zur Verfügung gestellt werden.

Taxi zu teuer

Ein Anruf-Linien-Taxi (ALT) soll das Kleebachtal mit Brandoberndorf verbinden, das wurde bereits in früheren Sitzungen beraten. Bisherige Angebote waren jedoch zu kostspielig. Weitere alternative Lösungsansätze sind nach wie vor viel zu teuer, darunter die Verlängerung der bereits vorhandenen ALT-Strecke um eine Station, denn sie wäre mit dem Einsatz eines zweiten Fahrzeugs verbunden und würde Kosten von mehreren 10 000 Euro im Jahr verursachen, die von der Gemeinde Langgöns zu tragen wären. So steht es in einer Antwort von Gerhard Muth-Born, dem Leiter Planung des ZOV-Verkehrs. Die Cleeberger Ortsvorsteherin Heidi Tonhäuser (SPD) sagte: »Der Bedarf ist da, es kann aber keiner wollen, den Finanzhaushalt zu sehr zu belasten, wir müssen längerfristig überlegen, ob wir eine Lösung finden, ich möchte es aber nicht ganz ad acta legen, obwohl die derzeitigen Angebote in der Tat zu teuer sind, das kann keiner wollen bei der derzeitigen Finanzsituation.«. Man solle eine Taxilösung im Auge behalten, aber nur für die Strecke, auf der es keine Verbindung gibt.

Auch der Einsatz des Bürgerbusses könnte überlegt werden. Bürgermeister Reusch gab das Thema zur weiteren Beratung in die Fraktionen.

Die Satzung über die Benutzung der gemeindlichen Festplätze wurde dahingehend geändert, dass die Gemeinde keine Toiletten mehr zur Verfügung stellen braucht. Denn die Gemeinde besitzt keinen Toilettenwagen mehr. Zukünftig sind die jeweiligen Veranstalter von Feiern selbst in der Pflicht. Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses stimmten einstimmig dieser Satzungsänderung zu.

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