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Schnellstmöglich sanieren

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Von: Imme Rieger

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Der Kunstrasenplatz des TSV Lang-Göns ist durch seine intensive Beanspruchung in die Jahre gekommen, eine Sanierung steht für 2024 an. Foto: Rieger © Rieger

Derzeit werden acht Sportplätze in der Großgemeinde für den Vereinssport genutzt. Und da stehen umfängliche Arbeiten an..

Langgöns (imr). In der Großgemeinde Langgöns gibt es zurzeit insgesamt acht Sportplätze, die für den Vereinssport genutzt werden. Ein geplantes neues Rasen-Kleinspielfeld auf dem Festplatz in Dornholzhausen sowie der Rasenplatz in Cleeberg und der Kunstrasen in Lang-Göns sollen zeitnah errichtet beziehungsweise saniert werden. Über eine Priorisierung dieser drei Projekte berieten die Mitglieder des Sozialausschusses unter der Leitung von Gerald R. Dörr (SPD), nachdem in der September-Ausschusssitzung bereits über den Sanierungsbedarf der beiden alten Plätze und das neue Spielfeld diskutiert worden war. Einstimmig empfahl das Gremium dem Haupt- und Finanzausschuss (HFA), die Sanierung des Sportgeländes in Cleeberg schnellstmöglich auf den Weg zu bringen.

»Eile geboten«

Auf dem Rasenplatz des FC Cleeberg (FCC), der von über 200 Fußballern genutzt wird, gibt es seit der Sanierung des Geländes vor ein paar Jahren durch eine Fachfirma große Probleme mit dem Unterbau. Bürgermeister Marius Reusch (CDU) informierte, dass hierfür bereits kurzfristig ein Gutachter tätig war, der eine erste Bestandsaufnahme gemacht und die Probleme zu analysieren versucht habe. Sein Vorschlag ist nun, ein grundlegendes Gutachten mit Bodenproben, Schürfungen und Bodenanalysen zu machen. Hierfür holt die Gemeinde gerade Angebote ein, es wird mit Kosten zwischen 6000 und 10 000 Euro gerechnet. Entsprechende Gelder sollen in den Haushaltsplan eingestellt werden. »Ziel wäre, es zeitnah zu vergeben und durchzuführen, denn sonst ist es schwierig, zu sagen, wie der Platz saniert werden muss«, sagte der Rathauschef. Schließlich sollte er dauerhaft wieder »lebensfähig« werden: »Man muss sich gut angucken, was da los ist, sonst haben wir in drei Jahren wieder Probleme«, begründete er diesen Schritt. Reusch signalisierte, dass der Platz in Cleeberg als erster saniert werden könne. Zwei Angebote für ein umfassendes Gutachten lägen bereits vor, ein drittes werde noch erwartet. Markus Eckhardt, Vizevorsitzender des FC Cleeberg, appellierte für eine zeitnahe Entscheidung, damit der Platz so schnell wie möglich wieder bespielbar wird: »Alles auswärts zu machen ist sehr anstrengend und erfordert Logistik ohne Ende«, schilderte er die Situation. Außerdem mache der Verein dadurch auch etwa 30 Prozent weniger Umsatz als sonst. Auch der Ortsbeirat Cleeberg werde noch einen entsprechenden Beschluss abgeben, kündigte Ortsvorsteherin Heidi Tonhäuser (SPD) an: »Es ist Eile geboten und es muss etwas getan werden.« Diese Auffassung vertraten Mitglieder aller Fraktionen.

Ebenso einstimmig empfahl das Gremium dem HFA, im Haushaltsplan 2024 die Kosten für die Sanierung des mittlerweile zwölf Jahre alten Kunstrasenplatzes des TSV in Lang-Göns komplett als Verpflichtungsermächtigung aufzunehmen. Die Sanierung soll im Sommerhalbjahr 2024 erfolgen. Sie kostet etwa 250 000 Euro, das ist halb so viel wie ein neuer Platz. Es gibt auch Fördergelder. Der Verein wird entsprechende Anträge stellen, 300 Spieler nutzen den Platz aktuell.

Direkt anstoßen

Für den neuen Platz in Dornholzhausen, hier soll auf dem Festplatz ein Kleinspielfeld als Rasenplatz errichtet werden, wobei zugleich die Festplatzfunktion erhalten bleibt, sollen ebenfalls Gelder in den Haushaltsplan 2023 und 2024 eingestellt werden. Auch das wurde einstimmig dem HFA empfohlen. 120 aktive Fußballer kicken beim TV Dornholzhausen auf dem Rasenplatz am Waldrand, die Tendenz ist steigend, aber es gibt kein Flutlicht dort und im Winter deshalb große Probleme mit den Hallenzeiten. Dies erläuterte die Vereinsvorsitzende Petra Führer. »Weil es noch Vorlaufzeit mit der Änderung des Bebauungsplans gibt, sollten wir das Projekt unbedingt direkt anstoßen«, betonte sie.

Gerald R. Dörr brachte die Meinung aller zum Ausdruck: »Es sind drei sehr engagierte Vereine, die unheimlich viel für die Jugendarbeit tun. Es ist ein Punkt, der uns allen wichtig ist.«

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