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»Sehr geeigneter« Standort für Naturkita

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Im Paul-Schneider-Freizeitheim soll unter Trägerschaft der Gemeinde Langgöns eine Naturkita entstehen. © Rieger

Der Vertragsentwurf zur Übernahme des Paul-Schneider-Freizeitheims in Dornholzhausen durch die Gemeinde Langgöns soll im Haupt- und Finanzausschuss beraten werden

Langgöns (imr). Der Vertragsentwurf zur Übernahme des Paul-Schneider-Freizeitheims in Dornholzhausen durch die Gemeinde Langgöns wurde im Gemeindevorstand angepasst und soll am kommenden Montag im Haupt- und Finanzausschuss beraten werden. Dies teilte der Langgönser Bürgermeister Marius Reusch (CDU) in der Sitzung des Sozialausschusses mit, der unter Vorsitz von Gerald R. Dörr (SPD) per Videokonferenz tagte.

Derzeit befindet sich das Haus noch im Besitz des Evangelischen Kirchenkreises an Lahn und Dill. Das Konzept und die endgültige zukünftige Nutzung seien für den Sozialausschuss relevant, hierzu müsse ebenfalls noch beraten werden. »Es gibt verschiedene Nutzerinteressen, auch ein interessanter Kontakt zu einem heimischen Sozialträger, der sich vorstellen kann, sich dort zu engagieren, besteht«, berichtete der Rathauschef. Am 4. Februar findet ein Workshop mit den beteiligten Akteuren, Interessenten und einem beauftragten Architekten statt, in dem es darum gehen wird, die Nutzungen der Räumlichkeiten und Areale festzulegen. »Die Nutzung eines Teilbereichs als Naturkita kristallisiert sich immer deutlicher heraus, es gibt von allen Seiten positive Rückmeldungen«, sagte Reusch. Verschiedene Vorabstimmungen mit der Trägeraufsicht und Hessen Forst habe es hierzu bereits gegeben. Der Standort werde als »sehr geeignet« bewertet. Eine Mitarbeiterin im Rathaus arbeite aktuell gemeinsam mit der Kita-Verwaltungsleitung ein aussagekräftiges Konzept für die Naturkita aus. Es soll im März vorgelegt werden. Damit würden die wesentlichen Voraussetzungen geschaffen, einen Beschluss zu finden, das Haus zu übernehmen, »wenn das gewollt ist«, betonte Reusch. Er skizzierte auch die geplante Nutzung: Ziel ist eine Naturkita, keine reine Waldkita, mit festen Gruppenräumen und einer »starken Außennutzung«. Sie soll zwei- bis dreigruppig angelegt sein und ein Ganztagsangebot beinhalten, das zukünftig auch »in Richtung U3« geht.

Ein weiterer neuer Aspekt wäre das Thema Kleintierhaltung. »Damit würden wir in Richtung Bauernhofkita gehen«, erläuterte der Bürgermeister. Es sei »geeignet und interessant, Tiere mit ins Konzept aufzunehmen. Damit würden wir über den Wald hinausgehend Natur und Umwelt ganzheitlich angehen«. Zur angedachten Kooperation mit der Gemeinde Hüttenberg sagte er: »Wir wollen Hüttenberg gegebenenfalls ein Angebot über eine Anzahl von Kitaplätzen machen.« Eine doppelte Trägerschaft - in dem Fall wären sogar zwei Landkreise und damit zwei Trägeraussichten beteiligt - hält Reusch aus diesem Grund für nicht ratsam. »Wir möchten selbst als Kitaträger auftreten, möchten aber gerne Hüttenberg die Hand ausstrecken in Form einer Beteiligung, aber nicht in Form einer gemeinsamen Kita.« Ausschussmitglied Isabel Dern (Grüne) mahnte: »Wir sollten als erstes sicherstellen, dass der eigene Platzbedarf gedeckt ist, und erst dann Hüttenberg Plätze anbieten.« Reusch resümierte: »Es hat sich viel getan und es ist soweit auf der Zielgeraden, sodass wir über die konkrete Umsetzung und den Betrieb sprechen können, wenn die entsprechenden Beschlüsse gefasst werden.«

Der Ausschussvorsitzende Gerald R. Dörr ergänzte: »Einen Hotel- oder Gastronomiebetreiber möchten wir nicht haben, das würde nicht zum Kitabetrieb passen.« Eine entsprechende Anfrage hatte es gegeben.

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