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Taxiunternehmen siedelt sich an

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Ein Anruf-Linien-Taxi soll das Kleebachtal mit Brandoberndorf verbinden. © Rieger

Langgöns wird immer mobiler. Ein Taxiunternehmen siedelt sich an, und das Anruflinientaxi soll erweitert werden.

Langgöns (imr). Ein Taxiunternehmen möchte in Langgöns ansässig werden. Aufstellungsort soll der Bahnhof sein. Um diesem Wunsch eines zugezogenen Unternehmers nachzukommen, hat die Gemeinde Langgöns eine Taxiordnung sowie eine Taxi-Tarif-Verordnung erlassen, sodass nun eine Taxikonzession an den Antragsteller vergeben werden kann. Dies teilte der Langgönser Bürgermeister Marius Reusch (CDU) zu Beginn der Sitzung der Gemeindevertretung mit. Man habe sich bei den Tarifen an denen der Nachbarkommunen, vor allem Butzbach, orientiert.

Die nach dem Bericht des Gemeindevorstandes folgenden Tagesordnungspunkte wurden alle einstimmig verabschiedet. Ein Anruf-Linien-Taxi (ALT) soll das Kleebachtal mit Brandoberndorf verbinden. Die Idee dahinter ist, die bereits bestehende ALT-Verbindung zwischen dem Bahnhof im Ortsteil Lang-Göns und Cleeberg bis nach Brandoberndorf zu verlängern. Die Gemeindevertretung beauftragte den Gemeindevorstand mit der Einleitung der notwendigen Schritte, die konkrete Beschlussfassung soll erst nach Vorlage der zu erwartenden Kosten erfolgen. Die Änderung der Gebührensatzung zur Friedhofsordnung wurde beschlossen, dadurch soll die zusätzliche Bestattungsform »Raseneinzelgrabstätten« gebührenrechtlich verankert werden. Auch der Neufassung der Friedhofsordnung inklusive einer Ergänzung wurde zugestimmt, sie wurde aufgrund der vielfältigen Änderungen der einzelnen Grab- und Bestattungsarten erforderlich. Hauptanliegen ist es, dass die Friedhöfe der Großgemeinde grüner und parkähnlicher gestaltet werden sollen. Moderne Grabformen, die weniger Pflegeaufwand haben, sollen vermehrt angeboten werden. Damit trägt die Gemeinde dem starken Wandel in der Bestattungskultur in den vergangenen Jahrzehnten Rechnung.

Der Bebauungsplan »Mischplatz« im Ortsteil Niederkleen wurde beschlossen und kann nun in die zweite Offenlage gehen. Gleiches gilt für die Änderung des Flächennutzungsplanes in diesem Bereich. Auch der Bebauungsplan »Blankweg« im Ortsteil Dornholzhausen mit den zuletzt getroffenen Änderungen passierte das Gremium und kann nun ebenfalls in die zweite Offenlage gehen. Sämtlichen Anträge der Fraktionen wurde einstimmig zugestimmt. Die FW beantragten, die Parkplätze der E-Ladesäulen auf Gemeindeflächen entsprechend als solche zu kennzeichnen und darüber zu informieren. In einem weiteren FW-Antrag geht es um einen Fußweg vom Ein-/Ausgangsbereich der Kleeblattgrundschule in Oberkleen zum Bürgersteig Pfingstweide, der hergestellt werden soll. Die SPD beantragte, die derzeit in allen Ortsteilen registrierten Projekte, die in den laufenden Förderprogrammen Ikek, Silek und Leader gelistet sind, getrennt nach den einzelnen Programmen abzuarbeiten, damit keine Vermischung stattfindet, die zu Verständnisproblemen führen könnte. Bürgermeister Marius Reusch (CDU) erläuterte dazu, dass ein solches Verfahren bereits »grundsätzlich im Gange« sei.

Ein weiterer Antrag der SPD möchte, dass die Trinkwasserbrunnen in der gesamten Gemeinde erhalten werden. Anlass dazu war die jüngste Trinkwasserverunreinigung in Cleeberg vor einigen Wochen. Der Bürgermeister begrüßte diesen Antrag als »wichtiges Thema« und erläuterte, dass es in den Gemeindewerken bereits in der Umsetzung sei. Auch wolle man die Möglichkeiten der Eigenförderung weiter stärken und ausbauen. Zusätzliche Brunnen im Ortsteil Dornholzhausen sollen genutzt werden.

Ziel sei es außerdem, den Ortsteil Cleeberg an das Versorgungsnetz des Zweckverbands Mittelhessische Wasserwerke (ZMW) anzubinden. Bei einem erneuten Störfall könnte dann einfach das lokale Netz abgeschaltet und die Wasserversorgung vorübergehend durch den ZMW übernommen werden.

Cleeberg hat noch die einzige autarke Wasserversorgung in der Gemeinde. Die anderen Orte im Kleebachtal sind bereits an den ZMW angebunden.

Der Gehweg vom Eulenring zum Rottweg soll sicherer werden. Die Koalition aus CDU und Grünen beantragte dies. Die abschüssige Strecke würde von Rad- und E-Rollerfahrern regelmäßig als Abkürzung genutzt, wobei auch höhere Geschwindigkeiten gefahren würden, sodass Fußgänger gefährdet werden.

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