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Übernahme zum 1. April geplant

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Die Gemeinde Langgöns will das Paul-Schneider-Freizeitheim in Dornholzhausen übernehmen und dort eine Naturkita einrichten.

Langgöns (imr). Die Verhandlungen zur Übernahme des Paul-Schneider-Freizeitheims durch die Gemeinde Langgöns gehen in die Endphase: In nicht-öffentlicher Beratung wurde im Haupt- und Finanzausschuss die Beschlussfassung zum Vertragsentwurf diskutiert und abgestimmt. Der Ausschussvorsitzende Jürgen Knorz berichtete auf Anfrage nach der Sitzung über die wichtigsten Details.

Derzeit befindet sich das Haus mit dem umgebenden Gelände noch im Besitz des Evangelischen Kirchenkreises an Lahn und Dill. Das rund 26 000 Quadratmeter große Gelände soll in Kürze »zu einem bescheidenen Pachtzins« im Rahmen eines Erbpachtvertrages über 80 Jahre von der Gemeinde angemietet werden. Die Gebäude, für die die Kirche bereits ein Wertgutachten erstellen ließ, werden mit einer Abstandszahlung angekauft. In der Sitzung der Gemeindevertretung am 17. Februar soll das Parlament dem Vertrag zustimmen. »Zum 1. April ist die Übernahme geplant«, berichtete Knorz. Hauptnutzung soll eine Naturkita sein.

Workshop

»Die Räumlichkeiten sind in einem recht guten Zustand, sodass sehr zügig mit der Unterbringung der ersten Kita-gruppen begonnen werden kann«, sagte er. Das sei auch gut, denn es herrsche aktuell ein »ziemlicher Druck« im Kita-Bereich.

Am 4. Februar findet ein Workshop mit den beteiligten Akteuren, Interessenten und einem beauftragten Architekten statt, in dem es darum gehen wird, die Nutzungen der Räumlichkeiten und Areale festzulegen.

Fest steht bereits die Nutzung als Naturkita, mindestens zwei Gruppen sollen eingerichtet werden.

Der Ausschussvorsitzende erinnerte daran, dass im Winter 2020/2021 der komplette Kindergarten mit rund 90 Kindern aus der Kita »Kinderhaus« im Ortsteil Lang-Göns nach einem umfangreichen Wasserschaden für mehrere Monate im Paul-Schneider-Heim Unterkunft fand. Das habe seinerzeit hervorragend funktioniert.

Ein Teil der Räumlichkeiten soll weiterhin für Veranstaltungen von Vereinen und der Gemeinde zur Verfügung stehen. Auch ber die Nutzung der Räume im Obergeschoss, wo sich bisher die Zimmer für Übernachtungen befanden, muss beraten werden.

Bei der großen Küche stelle sich die Frage, ob sie seitens der Gemeinde selbst bewirtschaftet werden soll oder in Kooperation mit einem Partner.

Im Übernahmevertrag ist auch geregelt, dass das langjährige Hausmeisterehepaar von der Gemeinde übernommen wird. »Der sehr gute Zustand des Hauses und des Geländes ist auf den Einsatz des Paares zurückzuführen«, lobte Jürgen Knorz. Dies sei für die beiden »eine gewisse Perspektive, sie werden es sehr gut leisten können«, zeigte er sich überzeugt. Der Vertragsentwurf wurde einvernehmlich der Gemeindevertretung empfohlen.

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