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»Unredliche und inhaltlich unhaltbare Angriffe«

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Der Langgönser Bürgermeister Marius Reusch weist die Kritik des Ortsbeirates Cleeberg am Ausbau des Branntweinweges scharf zurück.

Langgöns (red). In einer Pressemitteilung weist der Langgönser Bürgermeister Marius Reusch (CDU) die Kritik des Ortsbeirates Cleeberg am Ausbau des Branntweinweges in scharfer Form zurück. Kritik und unterschiedliche Ansichten seien immer Teil der demokratischen Auseinandersetzung und dem Ringen um die jeweils beste Lösung für ein Thema, aber der Ortsbeirat Cleeberg und insbesondere die Ortsvorsteherin Heidi Tonhäuser habe in ihrer letzten Einlassung zum Dauerthema Branntweinweg eine Grenze überschritten.

»Es werden wiederholt nachweisbare Falschaussagen getätigt, die sowohl im Tonfall völlig unangemessen sind und auch inhaltlich bereits an Verleumdung grenzen«, zeigt sich Reusch deutlich verärgert. So werde beispielsweise von einer »Mogelpackung« gesprochen, und der Verwaltung Wortbruch vorgeworfen, weil angeblich eine gänzliche Legalisierung in Aussicht gestellt worden sei.

Dies sei aber unredlich, da der Rathauschef und die Straßenverkehrsbehörde von Anfang an und bei allen Beratungen zum Ausbau mit offenen Karten gespielt hätten. »Wir haben stets darauf hingewiesen, dass zum aktuellen Zeitpunkt ohne regelkonformen Anschlussknoten nur eine Freigabe der größeren Teilstrecke möglich ist und genau diese Lösung ist nun rechtlich ausgewiesen worden und befindet sich in der Beschilderung.« Dennoch sei dies aus Sicht des Bürgermeisters eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem vorherigen Stand, da nun vier Fünftel der Strecke eine legale Straße seien, versicherungstechnisch abgesichert seien und auch entsprechend unterhalten würden.

Weiterhin unbefriedigend bleibe die Frage des legalen Anschlusses, an der man weiterhin mit Hochdruck arbeite. »Ich stehe weiterhin zu dem Ziel, eine Legalisierung des Anschlussknotens zu erreichen, aber in einer pragmatischen, bezahlbaren, der Situation des Branntweinweges angemessenen Variante«, unterstreicht Reusch. Man habe mit dem Planungsbüro eine neue Variante ohne Linksabbiegerspur entwerfen lassen und diese nun HessenMobil vorgeschlagen. Der Bürgermeister ergänzt: »Erfreulicherweise hat nun die Landesbehörde auf dieser Grundlage einen neuen Gesprächstermin anberaumt, gerade deswegen ist die Unterstellung, mit der nun vorläufig getroffenen Verkehrsregelung angeblich ›einen Deckel drauf setzen‹ zu wollen, unwahr.«

»Letztlich offenbart dies auch eine Missachtung der demokratischen Gepflogenheiten, nämlich, dass man mehrfach und stets mit Mehrheit von der Gemeindevertretung gefasste Beschlüsse, wie den beauftragten Ausbau als Gemeindestraße in der jetzigen Form, einfach nicht akzeptieren kann beziehungsweise will und diese immer wieder diskreditiert. Dagegen werde ich immer Stellung beziehen, denn wir haben hier lediglich die Beschlüsse des höchsten Gremiums der Gemeinde ausgeführt und uns an die Straßenverkehrsordnung gehalten«, fasst Reusch die Debatte zusammen.

Bürgermeister Reusch drückt abschließend seine Hoffnung aus, dass man wieder zu einer lösungsorientierten und sachlicheren Sprache zurückkehren könne und er gerne auch auf ein offenes Wort in die Sitzung des Ortsbeirates komme. Bislang sei das hitzig diskutierte Thema Branntweinweg ein Einzelfall in der sonst sehr fairen und konstruktiven Arbeitsatmosphäre der gemeindlichen Gremien und auch mit dem Ortsbeirat habe man ansonsten weitere, gute Projekte, wie dem Panoramaweg oder der Ausweitung des Anruf-Linien-Taxi (ALT), bei denen man an einem Strang ziehe.

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