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Viele Interessenten für Nutzung

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Langgöns (imr). Der Ortsbeirat Cleeberg beschäftigte sich in seiner Sitzung erneut mit der zukünftigen Nutzung des Gebäudes neben dem Bürgerhaus, in der ehemals eine Volksbankfiliale untergebracht war.

Als Gäste begrüßte Ortsvorsteherin Heidi Tonhäuser (SPD) unter anderem die ehrenamtlichen Betreiber der Bibliothek, die jetzt im Obergeschoss des Bürgerhauses untergebracht ist. Sie möchten gerne im Erdgeschoss des ehemaligen Bankgebäudes ihre Bibliothek einrichten und dort ein »Lesecafé« betreiben. Auch Filmvorführungen und Lesungen mit Kaffee und Kuchen seien geplant. Heinz Gischler vom Seniorenbeirat bekundete ebenfalls Interesse an den Räumlichkeiten, wobei er sich eine gemeinsame Nutzung mit der Bibliothek vorstellt. Seine Idee ist, Schulungen für die Nutzung digitaler Medien und zur Sicherheitsprävention für ältere Mitbürger und andere Interessierte, zunächst im monatlichen Intervall, anzubieten. Auch der NABU Oberes Kleebachtal meldete Interesse an, um regelmäßige Treffen abzuhalten und Platz für Schulungsmaterial zu haben. Auch der VdK ist interessiert, die beiden Vereine möchten das Obergeschoss nutzen, für öffentliche Veranstaltungen gegebenenfalls auch das Erdgeschoss.

Heimatmuseum in Hofreite

Der Ortsbeirat hatte ehemals die Nutzung des Gebäudes als Heimatmuseum und als Treffpunkt für Vereine ohne eigenes Vereinsheim und den Ortsbeirat vorgeschlagen. Jörg Schmidt, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins, erklärte nun, dass er mit Bürgermeister Marius Reusch (CDU) vereinbart habe, eine leer stehende Hofreite in Cleeberg durch die Gemeinde anzukaufen, in der das Heimatmuseum künftig untergebracht werden soll. Somit habe sein Verein eventuell nur noch Bedarf an Abstellfläche im Obergeschoss.

Grundsätzlich bestand einstimmig Konsens darüber, das Gebäude wiederzubeleben und möglichst vielen Bürgern zugänglich zu machen. Der Ortsbeirat begrüßte die vorgeschlagenen Nutzungen, sieht aber die gewünschte Exklusivität kritisch. Man möchte sich insgesamt konzeptionell breiter aufstellen und im Bedarfsfall auch anderen Gruppen die Nutzung der Räumlichkeiten nicht verwehren. Von daher besteht weiterer Beratungsbedarf mit den interessierten Gruppen. Eine Versorgungsstation mit Automaten für Wanderer und Radfahrer sowie eine öffentliche Toilette wurden ebenfalls angesprochen.

Im Bereich des alten Sportplatzes könnte eine sogenannte Disc-Golf-Anlage eingerichtet werden. Eine entsprechende Anfrage eines Disc-Golfers liegt dem Ortsbeirat vor. Beim Disc-Golfen geht es darum, eine Frisbee-Scheibe in einen Fangkorb zu befördern. Das Prinzip ist das gleiche wie beim ursprünglichen Golfen. Ziel ist, mit möglichst wenig Würfen die Scheibe in den Zielkorb zu bringen. Hierfür werden Bahnen mit Körben eingerichtet, die im Boden mit einer Steckverbindung befestigt werden und bei Bedarf herausgenommen werden können. Darüber hinaus gibt es auch mobile Körbe. Das Thema soll in der nächsten Sitzung des Gremiums oder in einer Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses gemeinsam mit dem Naturschutzbeauftragten und dem Disc-Golfer beraten werden, wobei insbesondere auch die Vereinbarkeit mit anderen Nutzern wie Wanderern und die Verträglichkeit mit dem Naturschutz zur Sprache gebracht werden sollen.

Einstimmig stimmte der Ortsbeirat Cleeberg den IKEK-Projekten »Weiterentwicklung Areal Bürgerhaus mit neuem Fußgängerzugang« und »Sichtbarmachung der historischen Ortseingänge Obere und Untere Pforte« zu.

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