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Zwei Gebäude mit 17 Wohneinheiten geplant

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Der »Mischplatz« am Niederkleener Ortsrand soll bebaut werden. © Rieger

Auf dem »Mischplatz« am Ortsrand von Niederkleen möchte der Käufer, in dessen Besitz sich das Grundstück bereits befindet zwei Gebäude errichten.

Langgöns (imr). Die geplante Bebauung des »Mischplatzes« am Ortsrand von Niederkleen war Thema im Bauausschuss der Gemeinde Langgöns, der unter Vorsitz von Markus Beppler (FWG) gemeinsam mit dem Ortsbeirat Niederkleen tagte.

Zwei Gebäude mit insgesamt 17 Wohneinheiten möchte der Käufer, in dessen Besitz sich das Grundstück bereits befindet, auf dem Gelände errichten, im größeren Haupthaus soll es neben einem Dorfcafé mehrere kleine Apartments zur kurzfristigen Anmietung als »Fremdenzimmer« geben. Weitere Wohnungen zur langfristigen Anmietung gibt es ebenfalls im Haupthaus. Im kleineren Gebäude befinden sich weitere Mietwohnungen. Die Gebäude sollen eine maximale Höhe von zwölf Metern über dem Boden erhalten. Flächennutzungs- und Bebauungsplan müssen für dieses Vorhaben entsprechend angepasst werden.

Nachdem im Rahmen der ersten Offenlage die Öffentlichkeit Hinweise und Bedenken äußern konnte, wurden diese zwischenzeitlich vom Planungsbüro ausgewertet und abgewogen. Die inhaltlich relevanten Stellen in der neuen Entwurfsfassung des Flächennutzungsplans und des Bebauungsplans wurden nun in der Sitzung von Manfred Hausmann vom Architekturbüro Feldmann vorgestellt. Dabei wurde der Erhalt der vorhandenen Bäume und Büsche am Rande des Platzes als »grünes Band« besonders betont. Die Gehölzhecke ist nach Angaben der Unteren Naturschutzbehörde ein »geschütztes Biotop«, das auch im Hinblick auf das Landschaftsbild eine besondere Funktion erfülle und als Abgrenzung zu den benachbarten Ackerflächen fungiert.

Ein Anwohner kritisierte unter anderem die geplante maximale Gebäudehöhe von zwölf Metern, sie sei deutlich höher als bei den umliegenden Einfamilienhäusern. Kontrovers diskutiert wurde die Stellungnahme eines Bürgers, wonach die Gemeinde versäumt habe, den Bereich des »Mischplatzes«, der früher öffentlicher Straßenraum war, ordnungsgemäß zu »entwidmen«.

Bürgermeister Marius Reusch (CDU) betonte, dass das Bebauungsplanverfahren selbst ein Widmungsverfahren sei, räumte aber ein, dass es »unterschiedliche Sichtweisen« gebe. Das Thema soll nun möglichst umfassend und für die Zukunft verbindlich vom Hessischen Städte- und Gemeindebund geklärt werden.

Die Mitglieder des Bauausschusses empfahlen die Änderung des Flächennutzungsplans und den Bebauungsplan »Mischplatz« in beiden Unterpunkten einstimmig der Gemeindevertretung und machten damit den Weg für eine zweite Offenlegung frei.

Der Ortsbeirat Niederkleen stimmte dem Flächennutzungsplan bei zwei Enthaltungen zu. Bei der Abstimmung zum Bebauungsplan passierten die Stellungnahmen im Rahmen der ersten Offenlage bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung dieses Gremium, dem Entwurfs- und Offenlegungsbeschluss stimmte der Ortsbeirat bei zwei Enthaltungen zu.

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