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Bach-Kantaten Glanz verliehen

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Chor und Orchester beim Konzert »Bachissimo« in Laubach. © Schütte

Studierende der Hochschule für Musik Karlsruhe begeistern mit ihrem Auftritt in der Laubacher Kirche Publikum spendet anhaltenden Beifall.

Laubach (hgt). Ein musikalisch beeindruckendes Neujahrskonzert unter dem Titel »Bachissimo« mit Studierenden der Hochschule für Musik Karlsruhe fand in der evangelischen Stadtkirche Laubach statt. Auflagen-bedingt war die Besucherzahl auf 30 Personen begrenzt, unter anderen Umständen hätten mehr Besucher ihre Freude am Konzert gehabt.

Thematisch kreiste das Programm mit den Kantaten 190, 32, 41 und 171 um die Beschneidung Jesu, Epiphanias und die Begrüßung des Neuen Jahres und schlug inhaltlich einen großen Bogen von der jüdisch-christlichen Tradition bis in die Aktualität unserer Tage, wenn es etwa in der Kantate »Gott wie dein Nam - so ist auch dein Ruhm« BWV 171 in einem Rezitativ heißt: »Behüt uns dieses Jahr für Feuer, Pest und Kriegsgefahr!«

Die Hochschule für Musik Karlsruhe genießt weltweit einen exzellenten Ruf. Dort studieren Menschen aus über 50 Nationen im friedlichen Miteinander über religiöse oder ethnische Grenzen hinweg und lernen dabei, nicht nur mit,- sondern auch voneinander. Ein Fachgruppen übergreifendes Projekt, das Streicher, Bläser, Pauke, Sänger und Chordirigenten integriert, hat auch im Wintersemester 21/22 die Erarbeitung einiger Kantaten von Johann Sebastian Bach vorgenommen. Chorleiter Professor Hanno Müller-Brachmann, der mit seinem künstlerischen Nachwuchs bereits zum zweiten Mal in Laubach gastierte, freute sich über den Auftritt. Markus Stiehl, Geschäftsführer der gemeinnützigen Laubacher Kultur und Bäder GmbH, zeigte sich ebenso wie Bürgermeister Matthias Meyer dankbar über das Konzert des hochklassigen Gesangs-Nachwuchses, das zusammen mit der evangelischen Kirchengemeinde Laubach veranstaltet wurde. Auch Dekanatskantorin Anja Martiné sprach ihre Dankesworte aus. Das Konzert begann mit der Kantate »Singet dem Herrn ein neues Lied« (BWV 190) in sieben Sätzen. Es folgte die Kantate »Liebster Jesu, mein Verlangen« (BWV 32) in sechs Sätzen und endete mit dem Choral »Mein Gott, öffne mir die Pforte«. Es schloss sich die Kantate »Jesu, nun sei gepreiset« (BWV 41) in sechs Sätzen an. Abschließend erklang die Kantate »Gott, wie dein Name, so auch dein Ruhm« (BWV 171) die mit einem machtvollen Schlusschor »Laß uns das Jahr vollbringen« abschloss.

Der kleine Kreis der Zuhörer spendete den Ausführenden langanhaltenden begeisterten Applaus. Die Gesangssolisten Yibao Chen, Maine Takeda, Franziska Fait und Michelle Sitko (Sopran), Gerda Iguchi und Claudia Pereira (Alt), Dae-Hoo Shin und Felix Janssen (Tenor) sowie Andreas Natterer und Sebastian Schäfer (Bass) verliehen dem instrumentalen Ensemble, bestehend aus zwei Violinen, Viola, Cello piccolo, Cello, Kontrabass, vier Trompeten, Pauke, drei Oboen, zwei Fagotten sowie drei Musikern an der Orgel, stimmlichen Glanz: Alle verband eine schwungvolle Musikalität mit akzentuiertem Ausdruck.

Die musikalische Leitung hatten Christian Yang und Johann Antoni inne und die Projektleitung stand unter Prof. Mattias Beckert.

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