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Bäume leiden unter witterungsbedingtem Stress

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Die Stadtwaldstiftung Laubach »bewältigt Trockenheitsschäden« und rechnet mit einem gutem Ergebnis.

Laubach (red). Die jährliche Februarsitzung der Stadtwaldstiftung Laubach von Kuratorium und Vorstand fand erneut als Videokonferenz statt. Die KB Forst GmbH mit Sitz in Büdingen, der forstliche Dienstleister der Stadtwaldstiftung, berichtete über das erfolgreich abgelaufene Wirtschaftsjahr 2021, das trotz diverser Rücklage für Wiederaufforstung und Pflege ein Ergebnis auf Höhe der Jahre vor den Jahren mit großer Trockenheit erreichte. Möglich war dies auch durch den feuchten Sommer, der nur einen Bruchteil des befürchteten Holzanfalls brachte. Allerdings habe der Stiftungswald einen erheblichen Aderlass, vor allem bei der Baumart Fichte, erlitten. Die größten Schadflächen seien wieder aufgeforstet worden und das Programm im Frühjahr sähe die Pflanzung von weiteren, kleinen Flächen auf weniger produktiven Standorten vor. Für diese wolle man staatliche Fördermittel einwerben.

Das laufende Forstwirtschaftsjahr laufe besser als geplant, obwohl der nasse Winter die Holznutzung sehr stark erschwert habe. Kuratoriumsvorsitzender Dr. Jens Borchers zeigte sich überzeugt, dass die schlimmste Phase der vergangenen Kalamitätsjahre vorbei sei, denn der nachhaltig produzierte Rohstoff Holz erfreue sich weltweit wachsender Beliebtheit. Dies spiegele sich endlich auch in steigenden Holzpreisen wider. Aber der Wald werde auch zukünftig unter witterungsbedingtem Stress leiden (Hitze, Sturm, Trockenheit, Insektenschäden). Die Sturmserie in diesem Frühjahr, die im Stadtwald bis zu 1500 Kubikmeter Windwurfholz gebracht hätten, bestätige das anhaltende Risiko.

Gegenwärtig findet die turnusgemäß alle zehn Jahre durchzuführende Waldinventur des Laubacher Stadtwaldes statt, deren Ergebnisse nun mit Spannung erwartet werden. Die ersten Ergebnisse sollen im Sommer 2022 vorliegen.

Großen Raum nahm die Diskussion über eine Stärkung des Naturschutzes bei der Bewirtschaftung des Stiftungswaldes ein. Besonders das Flora-Fauna-Habitat-Gebiet, das zwei Drittel der Stadtwaldstiftungsfläche bedecke, diene im Besonderen der Erhaltung des Buchenwald-Lebensraumtyps. Ein Managementplan regele dabei die Bewirtschaftung dieses Waldteils. Bürgermeister Matthias Meyer als Vorstandsvorsitzender, sieht die Stadtwaldstiftung Laubach mit ihren vielen freiwilligen ökologischen Leistungen auf einem guten Weg, was auch durch die Untere Naturschutzbehörde bestätigt worden sei.

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