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Belastete Mütter stärken

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Andrea Twardella (v. l.), Tanja Raab-Rhein und Erika Williams vor der Mutter-Kind-Vorsorgeklinik »Anne Frank« der AWO in Laubach. Foto: Awo © Awo

Laubach (red). Als Schirmherrin der Müttergenesung in Hessen hat Tanja Raab-Rhein, die Ehefrau von Ministerpräsident Boris Rhein, die Mutter-Kind-Vorsorgeklinik »Anne Frank« der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Laubach besucht.

In einem gemeinsamen Gespräch mit Einrichtungsleiterin Erika Williams und der Vorsitzenden des Landesausschuss Müttergenesungswerk Hessen, Andrea Twardella, informierte sie sich über die Arbeit und die derzeitige Situation der Mutter-Kind-Kliniken in Hessen.

»Zu wenig bekannt«

Raab-Rhein zeigte sich von Klinikarbeit sehr beeindruckt: »Ich bedauere, dass meine Kinder heute so gut wie aus dem Alter raus sind, um mit mir in Kur zu fahren. Ich hätte gerne früher von dem Angebot gewusst«, erklärte sie. »Für diese wichtige präventive Gesundheitsmaßnahme muss auf allen Ebenen mehr Öffentlichkeit hergestellt werden. Das Angebot ist einfach zu wenig bekannt.« Im Gespräch waren sich dann alle einig, dass mehr über Mutter-Kind-Kuren aufgeklärt werden muss. Gerade in Zeiten, in denen Familien schwer belastet sind, sei es wichtig, über solche Unterstützungsangebote umfassend zu informieren.

Hoher Kostendruck

Ein weiteres wichtiges Thema des Gesprächs war der hohe Kostendruck, der auf den Kliniken lastet. Zum 30. Juni ist der Corona-Rettungsschirm weggefallen, der eine niedrige Belegung und Mehrkosten durch Hygienemaßnahmen ausgeglichen hat.

Vor dem Hintergrund der nach wie vor schwierigen Lage bezüglich Corona müssten aber weiterhin aufwendige Hygienemaßnahmen getroffen werden. Außerdem fielen zum einen immer wieder Kuren coronabedingt aus, durch einen hohen Krankenstand beim Personal, zum anderen erkranken Patientinnen an Covid und müssten vorzeitig abreisen. Dies führe zu einer wirtschaftlich schwierigen Situation für die Kliniken.

Hinzu komme, dass bei den jährlichen Tagessatzverhandlungen mit den Krankenkassen die kommenden Kostensteigerungen, unter anderem durch hohe Energie- und Lebensmittelpreise, aufgrund der fehlenden gesetzlichen Grundlage nicht berücksichtigt würden.

Spende der Familie Rhein

Am Ende des Besuches überreichte Tanja Raab-Rhein der Mutter-Kind-Vorsorgeklinik im Namen ihres Mannes einen Spendenscheck in Höhe von 500 Euro. Erika Williams freute sich über die Spende: »Wir sind sehr dankbar, dass Frau Raab-Rhein sich für das Thema Müttergenesung und Familien einsetzt und den Bereich öffentlich präsentiert. Und über die Spende freuen wir uns natürlich auch sehr. Wir nutzen sie für die Klinikverschönerung.«

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