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»Der ganz normale Wahnsinn«

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Besuch im Freibad (v.l.): Sevgi Kayaci, Michael Köppen, Thomas Lenz, Hülya Simon und Matthias Meyer. © privat

Laubach (klk). Im Laubacher Freibad ist mächtig was los: Es wird gehämmert, geschraubt, geputzt und gespachtelt. Wie jedes Jahr wird das Bad vor dem Saisonstart wieder auf Vordermann gebracht werden.

»Das ist der ganz normale Wahnsinn, bevor es dann im Mai wieder losgeht«, erläutert der Geschäftsführer der Laubacher Kultur und Bäder gGmbH Michael Köppen, auf Anfrage des Gießener Anzeigers. Gemeinsam mit Bürgermeister Matthias Meyer erkundigte er sich vor Ort nach dem Stand der Arbeiten.

Wie Betriebsleiter Thomas Lenz schildert, müssen neben dem Austausch witterungs-, wasser- und chlorgeschädigter Fliesen und Fugen der komplette Beckenkörper nach Ablassen des Wassers in mühevoller Handarbeit grundgereinigt werden. Sämtliche technische Komponenten (Pumpen, Ventile etc.) müssen nach dem »Winterschlaf« getestet und teilweise erneuert wieder in Betrieb genommen werden.

Meyer und Köppen bedankten sich ausdrücklich bei den Mitarbeitern des Bades für ihren großen und engagierten Arbeitseinsatz vor dem Hintergrund der momentan sehr angespannten Personalsituation im Schwimmbad. So habe ein im Laubacher Bad ausgebildeter Meister für Bädertechnik das Bad in Richtung seiner alten Heimat verlassen.

»Wegen der sehr kurzen Kündigungsfrist und angespannter Arbeitsmarktlage für diese Fachkräfte konnte bislang trotz intensiver Suche noch kein qualifizierter Ersatz gefunden werden«, so Meyer. Auch im Bereich der Servicekräfte sei bedingt durch mehrere Krankheitsfälle die Arbeitssituation sehr angespannt.

Er könne daher nicht ausschließen, dass es in nächster Zeit zu temporären Schließungen des Bades komme, falls es zu weiteren Erkrankungen käme. »Es gibt derzeit keine personellen Reserven mehr.«

Wie Köppen mitteilte, liefen derzeit bereits Bewerbungsgespräche für die vakanten Stellen, was auf eine baldige Entspannung der Situation hoffen lasse. Im Übrigen freue man sich auf die geplante »grundhafte Sanierung« des Bades, die 2023 beginnen soll.

Das Stadtparlament hatte für das rund 4,5 Millionen teure Projekt bereits grünes Licht gegeben. Derzeit laufen noch die Ausschreibungen.

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