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Feuerwehr zur Lebensaufgabe geworden

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Michael Sussmann © privat

Der 65-jährige Laubacher Michael Sussmann blickt auf 50 Jahre Freiwilligen Feuerwehrdienst zurück. Altersbedingt scheidet er jetzt aus..

Laubach (red). »Ich hätte niemals geahnt, dass das ›Thema Feuerwehr‹ einmal zu einer Lebensaufgabe für mich wird«, sagt Michael Sussmann, als er an seinem 65. Geburtstag am 11. Januar auf 50 Jahre Freiwilligen Feuerwehrdienst zurückblickt und aufgrund dieser Altersgrenze aus dem aktiven Dienst ausscheiden muss.

Als Ende des Jahres 1971 für eine Neugründung der Laubacher Jugendfeuerwehr geworben wurde, war der damals 14-Jährige sofort dabei.

Nach dem Wechsel in die Einsatzabteilung 1974 hatte er als Beisitzer, Schriftführer, Jugendwart, 2. Vorsitzender, Wehrführer und Beisitzer der Aktiven mehrere Ämter im Vorstand der Feuerwehr inne, dem er auch heute noch als Pressewart und Beisitzer der Alters- und Ehrenabteilung angehört.

Seit 1983 war er drei Jahre stellvertretender Wehrführer und Jugendwart, anschließend übte er 13 Jahre das Amt des stellvertretenden Stadtbrandinspektors, zwölf Jahre Laubacher Wehrführer und von 2003 bis 2014 das Amt des Stadtbrandinspektors aus.

In dieser Zeit war er verantwortlich für die Beschaffung fast aller Fahrzeuge sowie sehr vieler Ausrüstungsgegenstände, die heute noch getragen oder bei fast jedem Einsatz benutzt werden. Die neuen Gerätehäuser in Altenhain und Gonterskirchen hat er schon während seiner Amtszeit auf den Weg gebracht, am Realisierungswettbewerb beim Gefahrenabwehrzentrum in Gießen war er beteiligt und er hat viele Jahre für den Neubau des Laubacher Gerätehauses gekämpft.

Das besondere: Seit dem Umzug im Juli 2021 ins neue Gerätehaus hat er seinen Spind im mittlerweile dritten Gerätehaus in der Kernstadt während seiner 50-jährigen Dienstzeit.

»Er ist schon immer einer, der den Überblick über das Ganze gehabt hat, immer die richtigen Mittel und Wege gefunden hat, die Ausrüstung der Laubacher Feuerwehren auf dem aktuellen Stand zu halten. Auch wenn es in Politik oder Bevölkerung zu Gegenwehr kam, war er derjenige, der immer die richtigen Worte gefunden hat und auch kein Problem damit hatte, die Verantwortung für sein Handeln zu tragen«, beschreibt ihn Wehrführer Andreas Heuser.

Sussmann hat bis heute zum Erfolg in über 2000 Einsätzen beigetragen, viele davon hat er selbst geleitet.

An unzähligen Veranstaltungen hat er teilgenommen, um immer bei allen Themen auf dem aktuellen Stand der Dinge zu sein. All die Stunden, die er nach Feierabend und oft auch während seiner Arbeitszeit für seine Feuerwehr geopfert hat, wären wahrscheinlich mit Geld nicht zu bezahlen.

Michael Sussmann ist im gesamten Landkreis Gießen und weit über die Grenzen Laubachs hinaus als guter Kamerad, absoluter Fachmann, ehrlicher Ansprechpartner und geselliger Mensch für jeden, egal in welcher Position, bekannt.

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