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»Großer Bonus« für Laubach

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Ministerin Dorn mit Bürgermeister Meyer vor dem Gebäude, das als Begegnungszentrum ausgebaut werden soll. Foto: Kächler © Kächler

Die hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn (Grüne),hat die Initiativgruppe für das neue Begegnungszentrum in Laubach besucht.

Laubach . Es fällt zwar nicht in ihr Ressort, dennoch zeigte sich die hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn (Grüne), bei ihrem Kurzbesuch äußerst interessiert daran, was da im Herzen von Laubach entstehen soll: Ein Kultur- und Begegnungszentrum direkt am Marktplatz.

Bürgermeister Matthias Meyer (parteilos) erläuterte das vom Land Hessen geförderte Projekt in dem ehemaligen Nahkauf-Gebäude am Engelsbrunnen, für dessen Erwerb die Stadt allerdings noch mit der Besitzerin in Verhandlungen steht.

Mit dem Programm »Zukunft Innenstadt« unterstützt das Land Hessen Kommunen bei der Entwicklung von Gegenstrategien zum langsamen Sterben der Zentren in der Provinz. Für Laubach stellt die Landesregierung insgesamt rund 250 000 Euro für drei Projekte zur Aufwertung der Innenstadt zur Verfügung: Neben dem Kultur- und Begegnungszentrum gehören dazu die Pflanzung von Rosenstöcken und anderen Duftpflanzen in der Innenstadt sowie die Errichtung von Power-Banks. Sicherlich das größte Projekt ist das Kultur- und Begegnungszentrum, für das eine Arbeitsgruppe aus Interessierten und Künstlern derzeit das Konzept erarbeitet. »Ich bin wirklich sehr beeindruckt von der Idee, Kunst und Kultur in einem Bürger-Begegnungszentrum mitten in der Stadt zusammenzubringen«, machte die Ministerin deutlich. Vor allem, dass so viel Engagement aus der Bürgerschaft heraus komme und so viele Menschen sich Gedanken machten, wie das Gebäude mit Leben zu füllen sei, bezeichnete sie als vorbildlich.

»Ich habe das Gefühl, ich spreche nicht mit einem Arbeitskreis, sondern mit einem Expertenkreis«, so Dorn zu den Mitgliedern der Initiativgruppe.

Es sei immer die Rede von »weichen Standortfaktoren«, so Dorn. Die Erfahrung mit Corona und Homeoffice habe aber gezeigt, dass Kunst und Kultur sowie Orte der Begegnung eine Stadt erst lebenswert machten. Gerade für die kleine Residenzstadt Laubach sei dies ein »großer Bonus«.

Neben dem Engagement der Mitglieder des Arbeitskreises imponiere ihr besonders die Zielstrebigkeit von Matthias Meyer, der die Bedeutung des Projekts erkannt habe und es in jeder Phase voranbringe.

»Wenn die Verhandlungen zu einem positiven Abschluss kommen, dann geht es zunächst in die Gremien«, schilderte Meyer. »Im Prinzip könnten wir dann auch gleich starten«, so das Stadtoberhaupt. Allerdings müsste man sich zunächst um den Brandschutz kümmern. Da man aber das neue Zentrum für maximal 199 Besucher auslege, halte er dies für durchaus machbar.

Wie Bernhard Schmitz vom Arbeitskreis weiter ausführte, solle noch im Juli der Förder- und Trägerverein offiziell gegründet werden.

Im Anschluss an den Ortstermin im ehemaligen »Nahkauf«-Gebäude hatten die Laubacher Grünen zu einem Spaziergang mit der Ministerin durch den gräflichen Schlosspark eingeladen.

Danach bestand die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich mit Angela Dorn weiter auszutauschen.

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