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Herzen der Besucher hoffnungsvoll erwärmt

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Hermann Wilhelmi (l.) und Martin Wilhelmi begeisterten das Publikum in Laubach. © Schütte

Ein klangvoller musikalischer Gottesdienst mit Hermann und Martin Wilhelmi an Orgel und Posaune fand in Laubach statt..

Laubach (hgs). Zu einem musikalischen Gottesdienst mit Hermann Wilhelmi (Orgel) und Martin Wilhelmi (Posaune) hatte die evangelische Kirchengemeinde Laubach in die Stadtkirche eingeladen. Den liturgischen Teil gestaltete Pfarrer Jörg Niesner mit ausdrucksvollen, besinnlichen und nachdenkenswerten Texten im Ausblick auf das kommende Jahr.

Hermann Wilhelmi studierte an der Hochschule der Künste in Berlin, ist Oberstudienrat an der Liebigschule Gießen, Chorleiter und Chorleitungsdozent beim Hessischen Sängerbund, korrepetierte unter anderem bei den Bad Hersfelder Festspielen und für Gesangsklassen, tritt auch solistisch am Flügel und an der Orgel auf und ist regelmäßig Kurkantor auf Nordseeinseln. Im September 2014 gewann er den ersten Preis beim Orgelwettbewerb der EKHN. Martin Wilhelmi studiert Posaune an der Hochschule für Musik in Karlsruhe. Er wurde jahrelang von Kurt Förster (Gießen, Bayreuth) unterrichtet und tritt in Auswahlensembles und solistisch auf.

Das Konzert begann mit »Ataccot« von Enjott Schneider, das als Werk die haargenaue Krebs-Version von Johann Sebastian Bachs berühmter »d-moll Toccata« darstellt und am 3. Juli 1982 in der Pauluskirche Freiburg im Breisgau mit dem Komponisten uraufgeführt wurde. Eine besondere Vor-Uraufführung fand im Faschingskonzert 1981 an der Musikhochschule München im Großen Konzertsaal statt: Friedemann Winklhofer und Enjott Schneider spielten in einer Klamaukshow in Schlafanzügen die Bach Toccata d-moll rückwärts, die Geburtsstunde der Ataccot-Idee!

Es folgte von Johann Sebastian Bach Präludium für Posaune solo aus der Suite Nr. 2 d-moll (BWV 1008) für Cello solo, Fandango-Nr. 2 aus »Sieben Tänze« von Margaretha Christina de Jong, eine gekürzte Fassung Concertino op. 4 für Posaune und Orgel in den ›Sätzen Allegro maestoso, Andante Marcia funebre und Allegro maestoso von Ferdinand David (1810-1873), sowie aus den »Drei Jazz-Präludien für Orgel« (1988) »Swing Five« und »Bossa Nova« von Johannes Matthias Michel. Den Ausklang bildeten von Laundy Gröndahl das Konzert für Posaune und Orchester/Klavier der erste Satz »Moderato assai ma molto maestoso«, »Sarajevo« von Mons Leidvin Takle, »Sleigh Ride« in einer Bearbeitung für Posaune und Orgel von Leroy Anderson und abschließend »Let it Snow« von Jule Styne.

Ein Konzert, das mit einfühlsam von Pfarrer Niesner vorgetragenen Texten, wie »Wende der Zeit« von Axel Bosse die Herzen der Besucher zum Jahresauftakt hoffnungsvoll erwärmen konnte.

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