1. Startseite
  2. Kreis Gießen
  3. Laubach

Hotspot für Insekten

Erstellt:

gikrei_Blu_hfla_cheFeuer_4c
»Wilde Möhre« lockt derzeit die Insekten an. Foto: privat © privat

Laubach (red). Die dramatisch abnehmende biologische Vielfalt ist neben dem Klimawandel eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Eine Möglichkeit zur Förderung von Lebewesen, insbesondere bedrohter Wildpflanzen und Insekten, ist die Anlage ökologisch wertvoller Blühflächen.

Diese Möglichkeit wurde an einigen Stellen in Laubach bereits in die Tat umgesetzt. Neben der Bepflanzung des neuen Radweges Richtung Hungen, einer Fläche in Röthges und einigen kleineren Projekten, wurde im vergangenen Jahr das Außengelände der neuen Feuerwehr am Ortsausgang der Kernstadt Richtung Schotten mit Wildpflanzen begrünt. Im Mai dominierten dort noch Margeriten, während aktuell die »Wilde Möhre«, die Urform der Speisemöhre, bestandsprägend ist.

Solche Blühflächen mit einheimischen Wildblumen sehen für einige Beobachter eventuell »unordentlicher« als konventionelle Grünflächen aus. »Allerdings wurde die Fläche an der Feuerwehr in einigen Arbeitseinsätzen liebevoll von vielen Engagierten betreut und hat sich aus ökologischer Sicht gut entwickelt«, so Bürgermeister Matthias Meyer. Es braucht jedoch etwas Zeit, bis solche Blühflächen mit einheimischen Wildpflanzen ihre volle Blütenpracht entfalten. »Sie werden aber mit jedem Jahr schöner«, erläutert Jakob Nolte, der für sein Wirken schon viele Preise erhalten hat und unter anderem mit dem Sonderpreis der Bundeskanzlerin bei Jugend forscht für seine Untersuchungen zur Artenvielfalt in Laubach ausgezeichnet wurde.

Da jedoch einige zusätzliche Stellplätze für Großeinsätze der Feuerwehr benötigt werden, muss allerdings ein Teil der Fläche umgebaut werden. Die verbleibende Blühfläche soll mit einigen früh im Jahr blühenden Zwiebelgewächsen, und »Hinguckern« wie Mohn sowie niedrig wachsenden Stauden ergänzt werden, um in Punkto Ästhetik einen Kompromiss mit Kritikern der Blühfläche zu finden.

In jedem Fall ist die Fläche bei der neuen Feuerwehr der Kernstadt schon jetzt ein echter Hotspot für Insekten, insbesondere Bienen und Schmetterlinge, welche wiederum Vögel und Fledermäuse ernähren.

Auch interessant