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Josef Krahforst zeigt »Auszeit«

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Josef Krahforst vor einem seiner Musikbilder. Foto: Schütte © Schütte

Im Laubacher Rathaus sind Bilder von Josef Krahforst zu sehen. Die Ausstellung »Auszeit« präsentiert Landschaften und Musikerdarstellungen.

Laubach (hgt). Bürgermeister Matthias Meyer betonte bei der Vernissage zur Ausstellung »Auszeit« des Künstlers Josef Krahforst, dass man mit dieser Ausstellung im Rathaus eine gute Tradition im kulturellen Bereich fortsetze. Man gebe heimischen Künstlern die Möglichkeit, ihre Werke einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren zu können.

Herangehensweise

Die Ausstellung von Krahforst zeigt vorrangig Arbeiten der vergangenen zwei Jahre, nur ein Bild stammt aus dem Jahr 2019. In der Auszeit der Pandemie entstanden Gemälde, die eine neue Herangehensweise in Krahforsts Malerei entstehen ließ. Freie Farbformen erfuhren eine Einbettung und Zusammenführung in ein stimmiges Bild durch Linien, die im Nachgang gesetzt wurden.

Nach wie vor arbeitet der Maler allerdings gegenständlich und themenbezogen. So werden Landschaften und Musikerabbildungen in der Ausstellung gezeigt. Eine Auszeit ist immer auch eine Zeit des beiseite Tretens und der Konzentration - der Maler hat diese Zwischenzeit als intensive Arbeitsphase genutzt. Gemälde vom Land bilden einen Schwerpunkt, wobei die Landschaft die Malerei prägt und gestaltet. Das Land hat das Sagen. Der Wald, die Wiese, die immerwährende Reise durch die Natur leiten den Maler und bestimmen seinen Blick auf das Lebendige. In der täglichen Betrachtung der Umwelt entwickelten sich die nun gezeigten Gemälde. Ruhe und innere Unruhe verschmelzen zu flirrenden Farbspielen, die wieder in Linien gebracht eine eigene Bildsprache entstehen lassen. Es ist die oberhessische Landschaft und doch mutet sie bisweilen in ihrer expressiven Gestaltung dschungelhaft und exotisch an. Krahforst spricht hier von seinem »Dschungel im Vogelsberg«, der für ihn letzte Freiheiten bereithalte und in seiner Malerei eine Heimat finde.

Das zweite Thema der Ausstellung zeigt Musiker bei ihrem Tun. Auch hier trifft der Betrachter auf eine andere Malerei, auch hier verdichtet der Maler zuerst die Farbe in freien Zusammenhängen, lässt auf kleinem Raum harte Kontraste zu. Er spielt mit Farben und Formen und bündelt dieses Konglomerat zuletzt mit der Linie. Allerdings bleibt das Pulsierende der Farbspiele analog zur gemalten Musik bestehen. Die Musiker bilden Töne, doch die Farbe lässt die Melodie und den Rhythmus fließen. Musik und Malerei sind eins. Hier findet sich für Krahforst nach einer langen Suche ein Ankommen. Hier treffen Töne aufeinander und schwingen. Die Ausstellung zeigt ein Ende und gleichzeitig den Anfang einer Reise.

Die Ausstellung kann noch bis zum 24. Juni während den Öffnungszeiten des Rathauses besucht werden. Diese sind Montag, Donnerstag und Freitag von 8 bis 12 Uhr, Montag und Dienstag von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr.

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