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»Keine Schulden des neuen Bürgermeisters«

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Hartmut Roeschen ist empört über Aussagen der örtlichen CDU in deren Mitteilungsblatt.

Laubach (red). Empört zeigte sich Laubachs SPD-Vorsitzender Hartmut Roeschen in der jüngsten Vorstandssitzung seines Ortsvereins im »Schützenhof« über das Mitteilungsblatt der örtlichen CDU, welches dieser Tage in ganz Laubach ausgetragen wird.

»Erstens hat die Stadt keine 19,9 Millionen Euro Schulden, sondern 18 Millionen Euro, und zweitens sind das keine Schulden des neuen Bürgermeisters Meyer, wie es die CDU gerne hätte«, erklärte Roeschen vor seinen Vorständlern.

In Wahrheit habe der frühere Bürgermeister Klug zusammen mit dem damaligen Magistrat zu Beginn des vergangenen Jahres einen Kredit in Höhe von 3,3 Millionen Euro aufgenommen, um das neue Feuerwehrgerätehaus in der Kernstadt zu finanzieren. Diese Schulden jetzt Bürgermeister Meyer unterzuschieben sei unredlich, so der SPD-Chef, denn der habe erst ein halbes Jahr später sein Amt angetreten. Auch sei das neue Gerätehaus kein überflüssiges »Leuchtturmprojekt«, wie es die CDU Laubach formuliere, sondern eine notwendige Investition in die Sicherheit der Stadt. Die CDU-Oberen wüssten ganz genau um diese Zusammenhänge, so Roeschen. Dass sie aber trotzdem mit Fehlinformationen an die Öffentlichkeit gingen, das mache die Sache umso schlimmer. »Mit Kritik an angeblich überflüssigen Ausgaben sollte sich die CDU ganz einfach nur zurückhalten«, rief Roeschen den Anwesenden zu und verwies auf die gescheiterte Absicht der Christdemokraten, den Laubacher Marktplatz für 1,5 Millionen Euro umzubauen. »Gut, dass wir eine kleine und viel günstigere Lösung gefunden haben.«

Zufrieden zeigte sich der Vorstand mit seinen bisherigen Ortsbegehungen in Altenhain und Lauter. »Es ist zwar etwas schwierig, mit den Ortsvorstehern Termine zu vereinbaren, trotzdem lohnt es sich«, berichtete stellvertretender Vorsitzender Johanes Rövenich. »Denn wir sehen die konkreten Probleme und die Bevölkerung wendet sich direkt an uns.« Für die Ortsbegehung in Münster habe sich der SPD-Landtagskandidat Max Ziegler angemeldet und im Dezember wolle man auch Röthges noch einen Besuch abstatten.

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