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»Kunst lässt Hoffnung schöpfen«

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Ulrich Harder vor seinem Werk »Distelfeld«. © Schütte

Gemälde von Ulrich Harder sind im Laubacher Museum »Fridericianum« zu sehen. Die Ausstellung läuft bis zum 17. Juli.

Laubach (hgt). Im Laubacher Museum »Fridericianum« ist eine Ausstellung unter dem Titel »Unterwegs - Die Landschaft in der Malerei von Ulrich Harder« mit Gemälden des Künstlers zu sehen. Harder, 1963 in Frankfurt am Main geboren, begann nach privaten Zeichenstunden bei Prof. Schäfer am Institut für Graphik & Malerei sein Studium an der Philipps-Universität Marburg im Jahr 1986 im Hauptfach Kunstgeschichte. Seit 1999 ist er freischaffend als Maler tätig und mit jährlichen Ausstellungen präsent. Er erhielt ein Künstlerstipendium in der ältesten deutschen Malerkolonie Willingshausen 2000 und bekam 2003 den Otto-Ubbelohde-Preis des Landkreises Marburg-Biedenkopf verliehen. Zur Vernissage begrüßte Museumsbeauftragte Elisabeth Rößler im Namen des Heimatkundlichen Arbeitskreises Laubach den Künstler und Gäste, darunter Dr. Kari Kunter, die Erläuterungen zum Museum »Fridericianum« aus der Historie vermittelte, sowie die Kunsthistorikerin Sabine Harder, die die Einführung in die Ausstellung vornahm. Rößler dankte ihrem Mann für die musikalische Begrüßung mit dem Stück »Trumpet Tune« von Henry Purcell und dem nach der Laudatio gespielten Volkslied aus der Zeit der Romantik von Emanuel Geibel »Wer recht in Freuden wandern will«. Beide Stücke wurden vom Treppenhaus des Museums aus gespielt, denn auch dort werden bis in die zweite Etage Gemälde des Künstlers präsentiert.

Ihre Ausführungen verband Harder mit einem Dank an Elisabeth Rößler und Dr. Kari Kunter, die die Idee zu dieser Ausstellung hatten und für die Gestaltung von Plakat und Einladungsflyer verantwortlich zeichneten. Auch beim Ausstellungsaufbau hätten beide Damen fleißig mitgeholfen und zeitraubende Detailarbeiten, wie das Ausrichten der Scheinwerfer, erledigt. Nach zwei Corona-Jahren habe man nicht etwa das Schlimmste überstanden, sondern jetzt werde man auch noch mit einer akuten Kriegssituation in Europa konfrontiert. Leider könne die Welt keine Kunst retten und keine Kriege beenden, aber sie helfe, in diesen Zeiten inne zu halten und Hoffnung zu schöpfen.

Der Anstoß, der in Harder ursprünglich den Berufswunsch »Bildender Künstler, Maler« auslöste, war der Besuch einer großen Caspar David Friedrich Ausstellung in Hamburg als Jugendlicher.

Bei den gezeigten käuflich zu erwerbenden 54 Werken sind nur fünf älter als aus dem Zeitraum 2021/22.

Die Ausstellung kann noch bis zum 17. Juli während der Öffnungszeiten des Museums besucht werden. Diese sind Samstag und Sonntag von 14.30 bis 16.30 Uhr. Zusätzlich jeden ersten Mittwoch im Monat von 10 bis 12 Uhr.

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