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Münster feiert mit Ukrainern

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Ortsvorsteher Klaus Dieter Schmitt im Kreise der geladenen Gäste. Foto: Stadt Laubach © Stadt Laubach

Mit einem Begegnungs- und Begrüßungsfest in der Adventszeit trafen sich nun kürzlich die ukrainischen Familien mit zahlreichen Menschen aus Münster auf dem Gelände der Unterkunft.

Laubach (red). Schon seit Sommer diesen Jahres ist das ehemalige Hotel »Zum Hirsch« in Laubach-Münster ein neues Zuhause für mehr als 50 Ukrainerinnen und Ukrainern geworden, die aufgrund des Krieges von Russland gegen ihr Land die Heimat verlassen mussten. Der Ortsbeirat von Münster, unter der Leitung des Ortsvorstehers Klaus Dieter Schmitt, hatte sich vor langer Zeit schon einmütig dafür ausgesprochen, Geflüchtete in Münster aufzunehmen.

Viel Unterstützung

Von Anfang an unterstützte der Ortsbeirat mit der Münsterer Bevölkerung die Menschen, die vielfach nur mit einem Koffer oder einer Reisetasche hier ankamen. Schnell war für Fahrräder und Kinderspielzeug gesorgt oder ein Fahrdienst organisiert. Auch das Hausmeisterehepaar Müller engagiert sich vorbildlich für die Bewohner des Hauses. »Ich freue mich sehr, wenn ich den Menschen in ihrer großen Not helfen kann«, so die Hausmeisterin Sandra Müller.

Mit einem Begegnungs- und Begrüßungsfest in der Adventszeit trafen sich nun kürzlich die ukrainischen Familien mit zahlreichen Menschen aus Münster auf dem Gelände der Unterkunft. Sehr erfreut zeigte sich Ortsvorsteher Schmitt über den guten Besuch der Veranstaltung, die mit der ukrainischen Nationalhymne eröffnet wurde.

In seiner Begrüßung machte Schmitt deutlich, wie schwer es für uns ist, die Schrecken des Krieges nachzuvollziehen. »Wie schwer Ihre Situation ist, ist für uns alle nicht vorstellbar. Und ich bin ganz ehrlich, auch mir fällt es nicht leicht, heute die richtigen Worte zu finden, denn diese Ausnahmesituation stellt uns alle vor große Herausforderungen«, so Schmitt.

Der Ortsvorsteher konnte neben den Mitgliedern des Ortbeirats auch Hans-Peter Stock, den Sozialdezernenten des Landkreises Gießen und Norbert Flach vom Fachdienst Migration des Landkreises, begrüßen. Beide waren sehr angetan über die gute Aufnahme der Menschen aus der Ukraine. Sie bedankten sich in ihren Grußworten sowohl bei dem Ortsvorsteher als auch bei der Stadt Laubach für die sehr gute Flüchtlingsarbeit.

Stadtverordnetenvorsteher Joachim M. Kühn dankte ebenfalls den Beteiligten für ihr Engagement und sicherte den Menschen auch weiterhin die Unterstützung der Stadt zu. Ein Höhepunkt des Begegnungsfestes war der Auftritt des Projektchors »Dem Frieden eine Stimme geben«, der bereits am ersten Adventswochenende gemeinsam mit ukrainischen Sängerinnen ein Konzert in der Laubacher Stadtkirche gegeben hat.

Spontan beteiligten sich einige ukrainische Gäste mit Gesangseinlagen und werden künftig bei weiteren Chorprojekten dabei sein. Bewegend war die sehr emotionale Dankesrede von Neonila Tarasenko, die als über 60-jährige ihre Heimat verlassen musste. Dort hatte sie als Lehrerin gearbeitet und die Schrecken des Krieges miterleben müssen. Sie machte deutlich, wie dankbar sie und ihrer Landsleute für die Hilfen sind, die sie hier in Münster und von Deutschland erfahren dürfen. Dabei konnte sie ihre Tränen nicht verbergen.

Zum Abschluss des Festes konnten alle Gäste gemeinsam ein schmackhaftes Essen- und Kuchenbuffet genießen. Ganz fleißig hatten die ukrainischen Frauen in vielen Stunden typische Speisen ihres Landes zubereitet. Viele Familien aus Münster backten leckeren Kuchen, der ebenfalls bei allen gut ankam.

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