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Schrecken des Krieges vergessen

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Laubach (red). Beeindruckt zeigte sich eine Besuchergruppe von Kreistagsabgeordneten der Freien Wähler über die Unterbringung und Betreuung der ukrainischen Geflüchteten im Jugendgästehaus Laubach. Mit dem Zustrom der Menschen aus der Ukraine hatte die Kreisverwaltung des Landkreises Gießen das Jugendgästehaus als Gemeinschaftsunterkunft angemietet.

Rund 80 Geflüchtete haben seitdem vorübergehend eine Bleibe gefunden.

Für mehr als 40 Kinder ist das Jugendgästehaus ein Glücksfall in ihrer schwierigen Lebenssituation. Das große Außengelände, vielfältige Spielmöglichkeiten abseits vom Straßenverkehr sind gute Voraussetzungen, die Schrecken des Krieges zu vergessen. Jochen Bantz, Leiter des Hauses, erläuterte das Konzept des Hauses: »Uns ist wichtig, dass die Menschen eine Tagesstruktur erleben und Ablenkung finden«.

Laubachs Stadtverordnetenvorsteher, Joachim M. Kühn, zuständig für die ehrenamtliche Arbeit, berichtete über die verschiedenen Hilfs- und Unterstützungsangebote in der Stadt. »Ihr Konzept überzeugt mich«, so die Vorsitzende des Kreistagsausschusses für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Ehrenamt, Claudia Zecher. Der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Kreistag, Kurt Hillgärtner, machte deutlich, dass die Städte und Gemeinden, wie auch der Landkreis selbst, vor großen Herausforderungen in der Flüchtlingsarbeit stehen. »Umso wichtiger ist zu wissen, dass die Arbeit mit den Menschen aus der Ukraine vor Ort gut aufgestellt ist. Laubach ist dabei beispielgebend.« Dies unterstrich auch Günter Semmler, Mitglied des Kreisausschusses und bestärkte die Akteure vor Ort, ihre Arbeit erfolgreich fortzusetzen.

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