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Schüler setzen Zeichen für Frieden

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Vor der Stadtkirche in Laubach versammelten sich die Schüler zu einer Andacht und einer Kundgebung. © privat

Mit einem Sternmarsch zur evangelischen Stadtkirche in Laubach setzten Laubach-Kolleg und Friedrich-Magnus-Gesamtschule ein eindrucksvolles Zeichen für Frieden und Solidarität mit der Ukraine

Laubach (red). Mit einem Sternmarsch zur evangelischen Stadtkirche in Laubach setzte am Dienstag die Schulgemeinde des Laubach-Kollegs gemeinsam mit den 9. und 10. Klassen der Friedrich-Magnus-Gesamtschule ein eindrucksvolles Zeichen für Frieden und Solidarität mit der Ukraine. Die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte bildeten dabei eine Friedenskette mit ukrainischen Fahnen von der Schule bis zum Kirchenplatz. Organisiert worden war der Marsch ebenso wie die anschließende Andacht auf dem Kirchenplatz in Zusammenarbeit mit der Stadt Laubach sowie der evangelischen Kirchengemeinde und der katholischen St. Elisabeth-Gemeinde, für die Pfarrer Jörg Niesner und Ciprian Tiba sprachen. Auch Mitglieder der Friedenskooperative Laubach waren mit Plakaten und Transparenten gekommen. Musikalisch umrahmt wurde die Andacht, die auch ein stilles Gebet und ein vernetztes Glockengeläut um 12 Uhr beinhaltete, von Anja Matinee.

Pfarrer Niesner brachte darin das Gefühl der Angst zum Ausdruck, welches gerade junge Menschen in Europa erstmals in ihrem Leben angesichts eines nahen Krieges empfinden müssten. »Wir wollen ein Zeichen setzen, dass wir nicht der Logik des Hasses und der Gewalt folgen, sondern auf Augenhöhe die Probleme unserer Welt friedlich besprechen möchten.« Er verurteilte vor diesem Hintergrund den Angriffskrieg des russischen Präsidenten Putin und forderte zu Solidarität mit der Ukraine auf. »Lasst uns für den Wert der Freiheit eintreten und anderen davon erzählen.« Hierzu verwies er auf die Mitteilungsmöglichkeiten in sozialen Netzwerken, etwa unter #laubachfürfrieden. Bürgermeister Matthias Meyer betonte, die große Mehrheit der Menschen auf der Welt sehnten sich nach Frieden, darunter auch viele Russen, die von einer kleinen Machtelite unterdrückt und fremdbestimmt würden. »Lassen wir uns von unserer Angst nicht kleinkriegen, sondern zusammen, auch im Kleinen, für die Freiheit streiten. Alles hilft, alles verändert, gemeinsam machen wir einen Unterschied.« Die Schulleiterin des Laubach-Kollegs, Ellen Reuther, sprach von einer Zeit des Miteinanderseins und Miteinander-Betens, des Innehaltens, Mitfühlens und zugleich der Sehnsucht vieler Menschen, konkret helfen zu wollen. In diesem Zusammenhang zeigte sie sich stolz darüber, dass Schüler der Q4 des Oberstufengymnasiums die Botschaft des Miteinanders und der Solidarität bereits ganz konkret aufgenommen haben und mit freundlicher Unterstützung des Rewe- Marktes ukrainische Backwaren herstellen werden, die dann zugunsten von Spendengeldern am heutigen Freitag ab 14 Uhr auf dem Parkplatz des Supermarkts verkauft werden sollen. Zudem steht am Laubach-Kolleg eine Spendenbox bereit. Alle Spendengelder werden dem Projekt »Wir helfen der Ukraine« der Organisation »Hessen hilft« zugutekommen.

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