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SPD gegen Verkauf

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Die Sozialdemokraten fordern den Magistrat der Stadt ›Laubach auf, die Verkaufsanzeige für das alte Gerätehaus zurückzuziehen.

Laubach (red). Als Reaktion auf den Sitzungsverlauf im Laubacher Haupt-, Bau-, Finanzausschuss forderte SPD-Vorsitzender Hartmut Roeschen vor Parteifreunden den Magistrat dazu auf, die Verkaufsanzeige für das alte Gerätehaus in der Kernstadt zurückzuziehen. Der alte Beschluss des Stadtparlamentes von vor fünf Jahren dürfe nicht mehr Grundlage für heutiges Handeln sein, denn die damals katastrophale Finanzlage der Stadt habe sich seitdem einigermaßen verbessert. Aber ohne Not wolle die den Magistrat bestimmende Koalition von Freien Wählern und CDU ein Sahnestück der städtischen Liegenschaften für nur 200 000 Euro aus der Hand geben. Die weitere Entwicklung an dieser Stelle wolle man privaten Investoren überlassen - »das darf nicht sein!«. Zwar werde in der Verkaufsanzeige ein verträgliches »Konzept« für die Liegenschaft gefordert, aber: »Ist das Gelände erst mal weg, hat die Stadt keinen Einfluss mehr, was dort passiert«. Stattdessen soll die Bürgerschaft selbst gemeinsam mit politischen Parteien, Magistrat und Bürgermeister darüber bestimmen, wie das ehemalige Gerätehaus in der Zukunft genutzt wird. Das sei auch im Sinne des Laubacher Ortsbeirates, der sich - wie Roeschen mitteilte - in seiner jüngsten Sitzung ebenfalls gegen einen Verkauf wandte.

Nach Ansicht der Sozialdemokraten eignet sich die alte Feuerwehr bestens als kleines Bürgerhaus für die Kernstadt, wo Familien in Selbstorganisation und preiswert feiern oder Vereine ihre Versammlungen abhalten könnten. Alle seien froh darüber, dass der ehemalige Schulungsraum momentan als Corona-Testzentrum zur Verfügung stehe und dadurch nicht mehr der Vereins- und Schulsport in der großen Halle beschnitten werde. »Das zeigt uns: Das Gebäude ist enorm wichtig als Ausweichquartier für Unvorhergesehenes, die Stadt muss die Hand darauf behalten«, so Hartmut Roeschen.

Die SPD Laubach wird noch einmal in der nächsten Stadtverordnetenversammlung am 7. April die anderen Parteien von den besseren Argumenten zu überzeugen versuchen: »Ein Grundstück in derartig zentraler Lage gibt man nicht ab.«

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