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Trauer um Freddy Poschpiech

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Laubach (red). Die Friedenskooperative Grünberg-Laubach-Mücke betrauert den Tod ihres langjährigen Mitstreiters Dietmar (Freddy) Poschpiech.

Der Laubacher habe sich seit den 80er Jahren in zahlreiche Aktivitäten eingebracht und mit seinem Engagement gefördert.

So sei er etwa Mitbegründer der bis Januar 2021 bestehenden Gruppe 1377 von Amnesty International gewesen. »Freddy trug die Erinnerungs- und Friedensarbeit auch in die Schule, wo er einen sehr guten Ruf als Lehrer hatte«, heißt es weiter in der Mitteilung der Kooperative.

So habe er die »AG Spurensuche« gegründet und zahlreiche Schülerfahrten in das ehemalige KZ Buchenwald begleitet.

»In der Friedenskooperative gab er wichtige Anregungen und arbeitete an drei Publikationen mit: »Die Laubacher Juden« (1988/Neuauflage 2013); «...bis alles in Scherben fällt« (1990) sowie »Heimatsuchende« (2004). Ihm sei sehr daran gelegen gewesen, dass die Namen der jüdischen Mitbürger vor 1933 erhalten bleiben.

Deshalb habe er auch die Plakette am Ort der ehemaligen Synagoge gestiftet und sich am Verlegen der Spurensteine mit dem »Pfeil/38«, die zur Stele auf der »Helle« führen und an die sogenannte Kristallnacht vom 9. November 1938 erinnern, beteiligt.

»Gemeinsam mit seiner Frau Sigrid und seinem Sohn Axel trauert die Friedenskooperative um Freddy, den sie in dankbarer Erinnerung bewahren wird«, heißt es abschließend.

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